Bier, Hopfen und Gerste
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Die benötigten Zutaten

Die zu verwendenden Zutaten werden nur kurz erklärt. Zum einen werden die Zutaten an anderer Stelle dieses Buches genauer erläutert, zum anderen wird davon ausgegangen, dass sie nicht planen, die Zutaten selber anzubauen. Sollten Sie dies dennoch tun wollen, sollten Sie sich mit einem Umzug in die Hallertau anfreunden. Haben Sie es dann geschafft, braufähigen Hopfen anzubauen, sollten Sie über so viel Fachwissen verfügen, dass Sie diesen Absatz getrost überspringen können.

Die Zutaten erhalten Sie am besten in einer lokalen Brauerei oder bei einer Bezugsquelle für Heimbraubedarf, die im Anhang aufgelistet sind.

Malz

Bei Malz handelt es sich um nichts anderes als Gerste, bzw. Weizen bei sogenannten Weizenbieren. Das Getreide wird durch Hinzufügen von Flüssigkeit zum Keimen gebracht, wodurch sich im Korn Enzyme bilden. Die Körner werden dann getrocknet, was der Fachmann auch Darren nennt. Durch die beim Darren verwendete Temperatur bestimmt man die Farbe des Malzes. Äußerlich unterscheidet sich das Malz kaum von der Gerste, es ist jedoch wesentlich weicher und schmeckt bereits süßlich, denn ein Teil der enthaltenen Stärke ist bereits in Zucker gewandelt worden, den man auch Maltosezucker, oder kurz Maltose nennt.

Da es viel zu umständlich wäre, Malz aus Gerste herzustellen, empfehlen wir die Verwendung von bereits fertig hergestelltem Malz.

Hefe

Hefe ist eine der Grundsubstanzen im Bier, es wandelt Zucker in Alkohol. Hefe wird in drei Arten vertrieben: in flüssiger Form, wie sie meistens in Brauereien benutzt wird, in Trockenform, wie sie meistens zum Hausbrauen benutzt wird und in gepresster Form, wie sie in Supermärkten zu finden ist. Falls möglich, sollten Sie versuchen, an Flüssighefe (im Pack mit Aktivator erhältlich) kommen; gerade Anfänger werden jedoch eher Trockenhefe – Hefe in Pulverform – verwenden.

Wasser

Auch an das Wasser werden besondere Ansprüche gestellt, sodass unter Umständen einfaches Leitungswasser nicht ausreichend ist. Das Brauwasser muss besonders weich sein, nicht umsonst werben Brauereien mit der Qualität ihres Quellwassers. Ein Anruf beim lokalen Wasserwerk oder den Stadtwerken gibt Aufschluss über die Wasserhärte, in Apotheken gibt es auch Teststreifen. Ist das Leitungswasser zu hart, muss es entkalkt werden, die einfachste Methode hierzu ist wohl das Abkochen des Wassers.

Hopfen

Hopfen ist eine leicht verderbliche Frucht, die nur an sehr wenigen Anbaugebieten in Deutschland gedeiht. Am besten lässt er sich kühl, dunkel, trocken und unter Luftausschluss lagern. Also in einer undurchsichtigen Dose im Kühlschrank. Aufgrund der Sensibilität des Hopfens wird dieser nach der Ernte sofort verarbeitet. Er wird überprüft, sodass nur die besten und geeignetsten Dolden benutzt werden, und dann getrocknet. Nach dem Trocknen wird er zu gepressten Tabletten verarbeitet, sogenannten Pellets. Dies dürfte die einzige Form des Hopfens sein, die Sie in Ihren Besitz bringen können.

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