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Quelle: Fotolia, Maurizio Frisoli, “Pub”, 2324566
Quelle: Fotolia, Maurizio Frisoli, “Pub”, 2324566

Im November 2016 wurde der belgischen Bierkultur eine große Ehre zuteil. Die UNESCO nahm sie in die repräsentative Liste des Immateriellen Weltkulturerbes auf. Damit befindet sie sich in der Gesellschaft einer ganzen Reihe wahrer Genießer-Highlights. Zur Liste gehören u. a. die türkische Kaffeekultur oder die französische Küche. Im Brüsseler Rathaus Grand Place, Sitz von Belgiens größtem Brauereiverband, wurde die Auszeichnung überreicht.

Den Antrag zur Aufnahme hatte die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens bei der Deutschen UNESCO-Kommission gestellt. Ein solches Verfahren sieht zunächst vor, dass die Vorschläge in einer nationalen Liste zusammengetragen werden. Anschließend entschied die Weltkulturorganisation in Addis Abbeba über die Aufnahme. Damit es dazu kommt, muss eine kulturelle Ausdrucksform „nachweisbar lebendig und für die Trägergemeinschaft identitätsstiftend“ sein.

Von den Mönchen zur Mikrobrauerei – wie kam es zur belgischen Bierkultur?

Selbstverständlich kommt eine solche Auszeichnung nicht von ungefähr. Es braucht Zeit, eine Identität zu entwickeln. Die Tradition des Bierbrauens reicht in Belgien, ähnlich wie bei uns, zurück bis ins Mittelalter. Angefangen hat alles mit den Klosterbrauereien, die heute gern von Bier-Enthusiasten aus aller Welt besucht werden. Von den 11 Trappistenklöstern weltweit liegen sechs in Belgien. Die Qualität ist einzigartig. Dem Bier aus der Abtei West-Vleteren in Flandern sagt man nach, das beste der Welt zu sein.

Die Neuzeit brachte die maschinelle Produktionsweise und die Blüte der kommerziellen Brauereien mit sich. 1900 waren in Belgien 3.223 Brauereien registriert. Zu denen gehörte auch Wielemanns in Forest, die sich damals modernste und größte Brauerei in ganz Europa nennen durfte. Mit Ende des 1. Weltkriegs herrschte ein Mangel an Zutaten und Fachkräften. Die Anzahl der Brauereien sank bis 1920 auf 2013 Brauereien. Die Weltwirtschaftskrise und der 2. Weltkrieg machten die Lage nicht besser. 1946 gab es in Belgien nur noch 755 registrierte Brauereien.

Der Bierkultur tat das keinen Abbruch. Heute verbleiben nur noch 100 Brauereien in Belgien. Dennoch geht der Herzschlag der Braukultur in unserem Nachbarland schneller als jemals zuvor. Vor allem die Klein- und Kleinstbrauereien tragen die Renaissance der Braukunst voran. Sie sorgen für eine fast schon unüberschaubare Vielfalt der Sorten.

Zu diesen gehören auffällig viele hochprozentige Biere. Grund dafür ist das Vandevelde-Gesetz von 1919. Es sah vor, dass keine Spirituosen mehr in Bars verkauft werden durften. Folglich mussten die Biere die Nachfrage nach Hochprozentigem befriedigen. Die daraus entstandenen Stile bestehen bis heute, auch wenn das Gesetz 1983 aufgehoben wurde.

Beobachtung des belgischen Bierlebens

Bier ist aus allen Teilen der Belgischen Kultur nicht mehr wegzudenken. Selbstverständlich gilt das auch für die Belgische Wirtschaft. Im Ort Löwen sitzt mit InBev die größte Brauereigruppe Europas. Doch das ist nur das, was man beim oberflächlichen Blick auf die belgische Bierlandschaft sieht. Die Auszeichnung durch die UNESCO haben sich die Belgier durch ihren detailverliebten Umgang mit dem Thema Bier verdient.

Vielmehr geht es um die Art und Weise, wie die Belgier Bier produzieren, servieren und zelebrieren. Über die Belgier wird gesagt, je nach Tagesform greifen sie zu einer anderen Sorte Bier. So ist es nicht verwunderlich, das es für nahezu jede Biermarke ein eigenes Glas gibt. Konsumiert wird Bier in auf diesen Genuss spezialisierten Cafés und Bars.

Doch die Begeisterung für Innovationen und beginnt bereits bei der Herstellung. Handwerkstechniken werden von Generation zu Generation weitergegeben. Verschiedenste, teils recht abenteuerlich anmutende Gärtechniken wie z. B. die Spontangärung beim Lambic sorgen für Produkte jenseits des industriellen Einheitsbreis.

Geschmacksprofile vielseitig und charaktervoll wie beim Wein

Diese Vielfalt macht das Belgische Bier ähnlich facettenreich wie die Weinkultur mancher europäischer Regionen. Kleine Mengen werden auf authentische Art und Weise hergestellt und probiert. Bier gedeiht dabei zur komplexen Sinneswahrnehmung. Farbe, Aroma und Körper dürfen, intensiv beobachtet, gerochen und ausgekostet werden.

Bier spielt in Belgien auch eine große Rolle im gesellschaftlichen Leben. Vereine, Bierfeste und Verkostungsvereinigungen, sowie Initiativen zur Ausbildung von Braumeistern, spiegeln das Interesse zum Erhalt der Bierkultur wider.

Überraschend ist nur bei der Untersuchung des Belgischen Bierlebens, dass anscheinend die Belgier selbst eher zaghaft beim Konsum ihrer flüssigen Meisterleistungen sind. Der Bierkonsum ist rückläufig. Im Vergleich zu den in Deutschland getrunkenen 104 Litern pro Kopf im Jahr 2015 waren es in Belgien im selben Zeitraum nur 71 Liter. 65% der Produktion dienen dem Verwöhnen ausländischer Gaumen.

Und was ist mit uns? Ist das Bierland schlechthin etwa chancenlos?

Manch einer mag jetzt murmeln „das können wir doch auch!“. Denn nur die Tschechen trinken mehr Bier und hierzulande sind über 6.000 verschiedene Biersorten auf dem Markt. Deutsches Bier hat es jedoch bis heute nicht mal ins deutsche Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes geschafft. Warum ist das so?

Vor allem steht die Tatsache, dass Deutschland erst 2013 dem entsprechenden UNESCO-Übereinkommen beigetreten ist, das die Vergabe steuert. Belgien ist deutlich länger dabei. Im Jahr 2014 folgte eine Bewerbung aus Bayern, die jedoch abgelehnt wurde. Die Fokussierung auf das Reinheitsgebot statt auf die Praxis des Bierbrauens erwies sich als der falsche Weg. Entsprechend gilt es jetzt, die Flinte nicht ins Korn zu werfen, sondern es ab Oktober erneut versuchen, wenn wieder die Möglichkeit zur Bewerbung besteht.

Bier.de - Bierblog - Mia san Bia! – Unsere Begegnung mit dem Paulaner Zwickl
Bier.de - Bierblog - Mia san Bia! – Unsere Begegnung mit dem Paulaner Zwickl

Überraschung, die Bayern sind mal wieder Meister! Das Bier-Angebot unseres lokalen Brauhauses erinnerte uns daran und an die Tatsache, dass sich neben teuren Fussballern sich auch exzellente Biere im Süden Deutschlands tummeln. Objekt der Begierde war das Paulaner Zwickl. Serviert bekamen wir es in der ansprechenden Flasche, gemeinsam mit dem passenden Humpen. Soviel Ordnung muss auch in einem Restaurant mit rheinischer Küche sein.

Das die Brauerei gemeinsame Sache mit dem roten Generator für Langeweile in der Bundesliga macht, tut nichts zur Sache. Schließlich produziert sie herausragende Biere, in ihrer Qualität konstant wie Philip Lahm, in Sachen Kreativität unschlagbar wie ein Pass von Xabi Alonso.

Wir gingen also spontan der Sache auf den Grund. Erst einmal stellte sich die Frage, was eigentlich ein Zwickl- bzw. Zwickel- oder auch Kellerbier ist und was die Paulaner Brauerei so macht. Anschließend erzählen wir euch, ob Paulaner für ihre Variante die Meisterschale verdient hat.

Nicht nur zum Lachen geht es in den Keller. Was ist eigentlich ein Zwickl?

Zwickl hört sich irgendwie schmerzhaft an. Die Wortherkunft steht allerdings in Zusammenhang mit einer der angenehmeren Aufgaben des Braumeisters. Mithilfe des „Zwickelhahns“ testet er die Ausreifung des Gerstensafts. Das ist nur möglich in Brauereien, die noch über einen Bierkeller im klassischen Stile verfügen.

Das Zwickl ist ein ungespundetes, ungefiltertes Bier mit wenig Kohlensäure. Es ist verwandt mit dem untergärigen, hellen Lager. Durch das Ausbleiben der Filterung verbleiben die Schweb- und Trübstoffe im Bier. Das macht es aus ernährungsphysiologischer Sicht wertvoller als die filtrierten Varianten. Es kommt entweder als Flaschenbier in den Handel oder wird im Anschluss an den Nachgärungsprozess direkt in der Gastwirtschaft ausgeschenkt.

Die Paulaner Brauerei – Viel mehr als nur eine kurze Geschichte aus dem Biergarten

Am 24. Februar 1634 beschwerten sich die bürgerlichen Münchner Brauer beim Bürgermeister. Sie forderten ein Verbot des Verkaufs des selbstgebrauten Bieres der Paulaner Mönche im Kloster Neudeck ob der Au. Die erste offizielle Erwähnung wurde zum Gründungsdatum der Paulaner Brauerei.

Seitdem steht der Name Paulaner für hohe Kompetenz in der Braukunst und die bayrische Lebensart. Aus der Brauerei in München-Langwied treten jährlich mehr als zwei Millionen Hektoliter ihre Reise in alle Welt an. Die Verbindung zur Heimat und authentischer Weissbiergenuss sind zwei der Markenzeichen der Münchner Institution.

Spritzig, dynamisch, treffsicher an den Geschmacksknospen – Das Paulaner Zwickl im Tasting von Bier.de

Die schmucke Flasche trägt weniger Designelemente als Robben Haare auf dem Kopf. Paulaner nimmt mit der Bezeichnung naturtrüb das Aussehen vorweg. Die opake, bernsteinfarbene Flüssigkeit ruht unter einer feinporigen Schaumkrone mittleren Dickegrads.

Wir erschnuppern neben viel Hefe und Süße feine Noten von Pfirsich und Apfel. Es folgt ein für ein Zwickl überdurchschnittlich rezenter Antrunk und ein schön auskomponierter Körper, der nicht zur geschmacklichen Blutgrätsche ausholt, aber durchaus lecker und süffig daherkommt. Das Finish ist kurz und metallisch – eine übetriebene Verlängerung ist dank der köstlichen Erfahrung zuvor auch nicht zwingend erforderlich.

Unser Fazit – Prost! Und was die Liga angeht – schaun mer mal…

Das Paulaner Zwickl spielt erfrischend auf. Aus der Laune heraus waren wir durchaus geneigt, direkt ein weiteres zu bestellen. Ob es über den Zeitraum einer langen Biersaison bestehen kann, glauben wir eher nicht.

Artig gratulieren wir den Bayern (hoffentlich zum letzten Mal für lange Zeit) und gestehen uns zähneknirschend ein, dass die bayrische Braukunst der bayrischen Fussballkunst in nichts nachsteht. Sie ist allerdings viel aufregender als ein Heimspiel des Rekordmeisters gegen so manchen Ligakonkurrenten.
Naja, der begeißbockte Verein unseres Herzens entführt ja regelmäßig Punkte aus München. Warum sollten wir nicht auch das ein oder andere Bier-Highlight von dort mitnehmen?

Bier.de - Bierblog - Kuehner Vorstoß ins Bierregal – Drei Craftbier-Spezialitäten im Test
Bier.de - Bierblog - Kuehner Vorstoß ins Bierregal – Drei Craftbier-Spezialitäten im Test

Am Tag der Arbeit arbeitet niemand. So machten wir uns am Samstag eilig auf und versorgten uns mit fester, wie flüssiger Nahrung. Um alles Benötigte auf einen Schlag zu ergattern, setzten wir auf die weitläufigen Hallen des „roten K“. Für gewöhnlich enttäuscht uns dort die Auswahl in Sachen Bier. Viele Menschen, große Einkäufe, aber wenig Gerstensaft abseits des Industrie-Mainstreams.

Seit Samstag ist alles anders. Die Tomaten auf den Augen waren für einen Moment unachtsam und wir entdeckten das Craftbier-Regal. Neben ein paar bekannten Belgiern und Berlinern fanden wir drei optisch und namentlich vielversprechende Biere. Diese möchten wir euch gerne vorstellen.

Wer braut denn da so kuehn?

Die Biere von Kuehn Kunz Rosen werden in Mainz mit handwerklichen Methoden gebraut. Die Bestandteile „Kunz“ und „Rosen“ im Namen gehen zurück auf Kunz von der Rosen (1470-1519), seines Zeichens Hofnarr und Berater von Kaiser Maximilian I.. Bekannt wurde die schillernde Gestalt duch ihre Streiche und Aktionen. So schleuderte Kunz während eines Turniers gerne mal jemanden in einen Wassertrog oder schlich sich verkleidet ins Gefängnis, mit dem Plan, seinem Herrn zur Flucht zu verhelfen.

Diesen Wagemut nahmen sich die Brauer von Kuehn Kunz Rosen zum Vorbild. Mutig machen sie sich daran, Biere zu kreiern, die sich geschmacklich und vom Flaschendesign von der Norm abheben und Konventionen aufbrechen. Ob ihnen das gelungen ist, beurteilen wir in einem Tasting.

Das Bier.de-Tasting der Biere von Kuehn Kunz Rosen

Wir setzen kuehn die Gläser an und schildern euch unsere Eindrücke von drei Bieren aus der Brauerei. Vorab stellen wir fest, dass alle hübsch gestaltete Etiketten mit Motiven passend zum Inhalt besitzen. Uns begrüßen eine geheimnisvolle, dunkelhaarige Schönheit, ein bärtiger Hipster und eine kecke Blondine.

Kuehn Kunz Rosen Mystique IPA

Wir beginnen mit der Femme Fatale. Eine dünne Schaumkrone toppt kurzzeitig die opake, bernsteinfarbene Flüssigkeit. In der Nase explodiert eine Zitrusbombe. Dazu gesellen sich Anklänge von Nüssen, Weizen sowie ein Nuance Ananas. Das Aroma verdient ein Extralob – so fruchtig-frisch-facettenreich hat schon lange kein Bier mehr unseren Riechorgan überwältigt.

Der Antrunk offenbart zunächst prägnante Bittere. Dann geht es geradlinig die Geschmacksautobahn hinunter bis zum Finish. Körper und Abgang sind harmonisch wie ein lange ausklingender Schlussakkord, der lediglich ein kleinwenig zu früh startet.

Das Kuehn Kunz Rosen Mystique IPA ist IPA durch und durch und gehört zumindest unter denen der deutschen Craftbrewer zur Spitzenklasse. Wer im Verlauf der Abarbeitung des Schlucks noch Überraschungen erwartet, mag etwas enttäuscht sein. Wir sind es nicht im geringsten. Das Aroma ist bezaubernd und die Balance großartig.

Kuehn Kunz Rosen Kernig Hell

Die Schaumkrone ist daumendick und dicht wie der Bart des Herrn auf dem Etikett. Die honigfarbene Flüssigkeit weist eine leichte Opazität auf. Das Aroma ist in jedem Fall speziell – uns überzeugt die Mischung aus Butter, zarten Zitrusnoten und schwarzer Johannisbeere nicht ganz.

Das Kuehn Kunz Rosen Kelig Hell ist, positiv betrachtet, eine süffige Angelegenheit ist. Geschmacklich ist es ein recht farblos. Vom dem, was nicht vorhanden ist, bleibt im Abgang auch relativ wenig hängen. Erfrischend ist es in jedem Fall. Bevor wir beim Hellen lieber zur einheimischen Braukunst greifen, probieren wir es gerne noch einmal, wenn der Sommer da ist.

Kuehn Kunz Rosen Kuehnes Blondes

Nach einem tollen IPA und einem soliden Hellen nun das Strohblondchen mit der minimalen weißen Kopfbedeckung dran. Der Duft ist schon mal vielversprechend, voller süßer Versuchungen. Zu den vielfältigen Assoziationen gehören Mango, Marzipan, Mandeln und Mäusespeck.

Im Antrunk präsentiert sich das Kuehne Blonde äußerst rezent. Danach passiert leider nicht mehr viel. Das Getränk erinnert an ein Sprudelwasser mit einem Schuss Frucht. Auch hier ist die Süffigkeit gegeben, aber geschmacklich tut sich noch weniger als beim Kerlig Hell. Schade, denn der Eindruck in der Nase war verheißungsvoll.

Das Fazit von Bier.de

Kuehne Taten bewirken Gutes wie Schlechtes. Das gilt auch beim Bierbrauen. Sicherlich sind unsere Gaumen nicht das Maß aller Dinge. Aber die Eindrücke bei den Craftbieren von Kuehn kosteten das Spektrum zwischen großartig und unscheinbar komplett aus. Wir halten fest: Bei unserem nächsten Bier-Notstand greifen wir beim Mystique IPA gerne wieder zu. Denn bei diesem handelte es sich um eines der besten deutschen IPAs, die wir bisher getrunken haben.

Bier.de - Bierblog - Eine Sadt voller Bier - Bier.de auf dem Festival „La Cité de la Bière“ im Musée de la Wallonie in Lüttich
Bier.de - Bierblog - Eine Sadt voller Bier - Bier.de auf dem Festival „La Cité de la Bière“ im Musée de la Wallonie in Lüttich

Urlaub in Belgien ist für Freunde köstlichen Bieres ein Paradies. Unser Aufenthalt im idyllischen Aywaille, gelegen in der Provinz Lüttich in den Ardennen, bescherte uns ein Überangebot an Gerstensaft und viele tolle Attraktionen, wie z.B. die Grotten von Remouchamps oder den malerischen Wanderweg entlang des Bergbaches Ninglinspo.

Nach Stadt war uns daher eigentlich nicht mehr so. Eine Veranstaltung in Lüttich sprang uns jedoch sofort ins Auge. Das Festival „La Cité de la Bière“ im Musée de la Vie wallonne erschien uns eine Reise wert.

Los geht´s – Mit dem Bus von Aywaille nach Lüttich

Mit dem Bus ging es zur Mittagsstunde von der einen Endhaltestelle in Aywaille zur anderen in Lüttich. Eine einstündige Busfahrt über Land macht auch in Belgien wenig Spaß. Nachdem wir gefühlt an jeder Frittenbude gehalten hatten, trafen wir vor der Lütticher Oper ein. Erst am Musée de la Vie wallonne fiel uns auf, dass die Veranstaltung erst um 16:00 Uhr beginnt.

Wir verkürzten uns die Wartezeit bei einem weiteren Tasting. Der lokale Amerikaner verfügt über gleich zwei vegetarische Produkte im Burgergewand . Die Grundlage war geschaffen, nun auf zu wirklichem Genuss.

Angekommen in der Bierstadt

Um 16:00 Uhr ging es dann endlich los. Erster Pluspunkt: Im Eintrittspreis inklusive ist ein hübsches Probierglas mit dem Logo der Veranstaltung. Das Thema Souvenir hat sich damit schon am Eingang erledigt. Drinnen kaufen wir grüne Plastikbons zu je 1,50 €. Für einen von ihnen erhalten wir am Stand unserer Wahl eine Füllung des Glases. Auch das finden wir absolut ok.

Insgesamt sind 18 Micro-Brauereien anwesend. Die Atmosphäre ist sehr angenehm. Während im Innenhof lange Tafeln und ein Pavillon zum Verweilen einladen, befinden sich die Stände der Brasseries im Säulengang. Ein DJ sorgt mit sanften Elektro-Klängen für Untermalung. Im Rahmen der La Cité de la Bière finden auch Informationsveranstaltungen zur Zythologie und Braukunst statt. Leider können wir diese erst beim nächsten Mal wahrnehmen, da diese nur am Samstag und Sonntag stattfanden.

„Une Blonde, s’il vous plaît!“ – Das Bier.de-Tasting ausgewählter Festivalteilnehmer

Wir schieben uns auf die lange Bank und probieren. Da wir nicht alles auf einmal probieren können, treffen wir eine Auswahl aus den Kandidaten, die wir a) noch nicht kennen und b) uns am verheißungsvollsten erscheinen(selbstverständlich wurden nochmals Jetons nachgekauft…). An dieser Stelle möchten wir euch gerne drei der Biere, die wir probier haben, vorstellen. Ab ans Eingemaischte!

La Botteresse Blonde

Das Beste kommt zum Anfang. Nachdem die Schaumkrone schnell disappariert, entzückt uns das honigfarbene La Botteresse Blonde mit herrlicher Süße und hopfigen Zitrusnoten im Aroma. Ein federleichter Körper mit Noten von Marzipan, Mango und Zitrone überzeugt anschließend auf ganzer Linie. Zum Abgang hin machen sich feine Butternoten bemerkbar.

Täuscht der Eindruck, weil wir so lange auf unser erstes Bier haben warten müssen, oder setzt La Botteresse neue Maßstäbe in Sachen Frische und Leichtigkeit? In Lüttich waren wir begeistert. Die Gegenprobe anhand der im Supermarkt erworbenen Flaschen steht noch aus.

Leopold 7 Classic

Das Leopold 7 Classic präsentiert sich im sattgoldenen Zwirn und duftet wie eine Mischung aus Stout und Weißbier, umgarnt von einer Note hochwertiger Spirituosen, wie z.B. Cognac. So gar nicht belgisch kommt es im Geschmack daher. Am Gaumen erinnert die Bittere eher an ein englisches Ale, geprägt von Röstaromen. Körper und Finish kommt äußerst harmonisch daher, bindet die Bittere
Nicht das, was wir erwartet hatten, aber auch nicht wirklich schlecht. Gerade deshalb findet es hier Erwähnung, da es sich unserer Meinung nach von anderen belgischen Spezialitäten im Bierbereich deutlich abhebt.

Leopold 7 Timber

Die Flüssigkeit kommt in einem wunderschönen Bernsteinton daher. Ähnlich wie beim Classic machen sich beim Leopold 7 Timber Hefenoten in der Ausprägung eines Weißbierduftes bemerkbar. Dazu gesellen sich hopfige Zitrusnoten und eine angenehme Pfeffrigkeit. Die Fasslagerung sorgt für holzige Noten im Geschmack, umspielt von Zitrone, Mango in einem gut ausbalancierten Kleid.

Eigen und cool – was für das Classic gesagt wurde, trifft auch für das Timber zu. Die Biere von Leopold besitzen das gewisse Maß an Extravaganz, die sie besonders probierenswert macht.

Das Fazit von Bier.de zum Festival „La Cité de la Bière“ im Musée de la Vie wallonne in Lüttich

Der Besuch in Lüttich hat uns mehr als nur zwei hübsche Tasting-Gläser im Schrank beschert. In angenehmer Atmosphäre überraschte uns vor allem die Vielfalt der belgischen Biere, von der manch einer vielleicht ein einseitiges, kirschsüßes Bild besitzt.

Wir trafen auf nette Menschen und Überraschungen. Was ein kleines, übersehenes „r“ doch für einen Unterschied machen kann! So wird aus dem ersehnten Baguette eine Barquette und Brot zu Pappe. Naja, Hauptsache es gibt erstklassigen Käse zum Bier!

Gerne schauen wir im nächsten Jahr wieder vorbei (dann auch mit ein wenig Lehrreichem) – dieses Mal dann mit der Bahn! Vom Spaceport Lüttich (denn so sieht der Bahnhof aus) erreicht man nicht nur unser Urlaubsnest Aywaille, sondern auch die heilige Stadt Köln auf bequeme Art und Weise. Ich fürchte, mit ausreichend Zeit werden dann noch weit mehr grüne Jetons benötigt.

Bier.de - Craftbeer.de - neuer Onlineshop – neuer Look – neuer Partner
Bier.de - Craftbeer.de - neuer Onlineshop – neuer Look – neuer Partner

Craftbeer.de – neuer Onlineshop – neuer Look – neuer Partner

Nach mehrtägiger Pause ist unser neuer Onlineshop rechtzeitig für Euren Weihnachtseinkauf live.

Eine neue Technik und ein neuer Look sollen das Einkaufserlebnis deutlich verbessern. Ein wichtiger Focus wurde dabei auf die mobile Funktionalität des Shops gelegt. Der Webshop wurde unter dem Aspekt „mobile first“ entwickelt, d.h. zuerst für den Gebrauch mit dem Smartphone – und dann erst für den Desktop-Gebrauch. Aber seht selbst!

Das Logo der Seite ist neu – mit Hirsch! Der kraftvolle Junge steht für Freiheit und Wildheit, zwei Eigenschaften, die wir mit Craftbeer unbedingt verbinden. Weg von ausgetretenen Pfaden, hin zu neuen Erfahrungen.

Auch mit der neuen Domain CRAFTBEER.DE wollen wir diesem Anspruch Rechnung tragen und den eigenständigen Charakter des Shops betonen. Natürlich bleibt die enge Verbindung zu BIER.DE bestehen, schließlich ist jedes Craftbeer auch ein Bier, wenn auch kein herkömmliches!

Aber auch sonst gibt es einiges neues zu berichten:

Versand, Inkasso und Abwicklung übernimmt ab sofort unser Partner Holy Craft Beer Store (Knepper & Kulmann GbR). Die Jungs betreiben auf der Friedrichstrasse 79 in Düsseldorf einen erfolgreichen Beer Store. Wenn ihr in der Nähe seid, schaut doch einmal rein!

Das Sortiment wächst!
Unser erklärtes Ziel ist es ein ständig wechselndes Sortiment mit mehr als 150 verschiedenen Bieren zu kreieren. Auch auf besondere Herausforderungen wie Firmen-Präsentservice oder die Spezial-Belieferung von Gastronomen freuen wir uns!

Aus Gründen des Datenschutzes konnten wir die Benutzerkonten leider NICHT portieren. Bitte legt ein neues Kundenkonto an. Es dauert nur 2 Minuten. Alle Erstbesteller erhalten bei Registrierung bis zum 31.12.2016 eine kleine Aufmerksamkeit von Holy Craft!

Übrigens, da soll nochmal jemand sagen Kölner und Düsseldorfer könnten keine bierigen Freunde sein! Jenseits von Kölsch und Alt verbindet uns die Leidenschaft für leckeres Craftbeer und
Die Freude an einer wachsenden Biervielfalt.

Klappt alles?
Sendet uns Euer Feedback, wenn irgendwas nicht passt oder gefällt. Natürlich freuen wir uns nicht nur über Kritik, sondern auch über positives Feedback!

Mail an: shop@craftbeer.de

Bierige Grüße

Dieter Kann
Biersommelier

Quelle: CraftBeerMesse Mainz auf Facebook
Quelle: CraftBeerMesse Mainz auf Facebook

Auf der 2. Mainzer CraftBeerMesse am 25. und 26. November 2016 (in der Halle 45, Mainz) bieten rund 50 Aussteller 300 verschiedene Biere zum Verkosten an. Im Messeshop können die neuen Favoriten dann direkt erworben werden. Der Messe ist der HobbyBrauerMarkt angeschlossen, dem man in jedem Fall auch einen Besuch abstatten sollte, um erfahrenen Hobbybraueren im Rahmen eines Showbrauens zuzusehen.

Quelle: Brauereifest Berlin - Markus Hinz
Quelle: Brauereifest Berlin - Markus Hinz

Vom 09. bis 11. September dreht sich auf dem Braufest Berlin wieder alles um handwerklich gebraute, internationale Biere, um ihre Macher und vor allem um die weiblichen Protagonistinnen in der Craft Beer Szene.

Folgende Brauereien sind mit ihren Bierspezialitäten auf dem diesjährigen Craft Beer Festival vertreten:

Browar Pinta (PL)
Browar Kingpin (PL)
Browar Widawa (PL)
Browar Profesja (PL)
Browar Szalpiw (PL)
Pracownia Piwa (PL)
Browar Setka (PL)
ReCraft Brewery (PL)
Browar Kraftwerk (PL)
Griembergen (BE)
Brooklyn Brewery (US, New York)
Mikkeller Brewery (DK, Copenhagen)
KühnKunzRosen(DE, Mainz)
Nordic Brewery (FI, Tampere)
Fourpure Brewing (UK, London)
Nothern Monk Brew (UK, Leeds)
Crate Brewery (UK, London)
St. Peters Brewery (UK, Bungay)
Redwell Brewing (UK)
Brouwerij het Uiltje (NL)
Jakobsland Brewers (ES, Santiago de Compostela)
Sori Brewing (FI)
Monyo Brewing (HUN, Budapest)
BRLO (DE, Berlin)
Schoppe Bräu (DE, Berlin)
Vagabund Brauerei (DE, Berlin)
Flessa Brauerei (DE, Berlin)
Stone Brewing (DE, Berlin)
Schneider Weisse G. Schneider & Sohn (DE)
Left Hand Brewing (US, Longmont)
Smuttynose Brewing (US, Hampton)
North Coast Brewing (US, Fort Bragg)
Straßenbräu Brauerei (DE, Berlin)
Two Chefs Brewing (NL, Amsterdam)
Buddelship Brauerei (DE, Hamburg)
Berliner Berg (DE, Berlin)
Pöhjala (EE)
Mondo Brewing (UK, London)
Brauhaus Bevog (AT)
Birrificio Lambrate (IT)
Victory Art Brew (RU)
Litra Brewing (MDA)

Allgemeine Informationen zum Braufest 2016
09. bis 11. September 2016
RAW Gelände, Revaler Str. 99, 10245 Berlin

E I N T R I T T
1 Tageskarte: 5,00 €
3 Tageskarte: 10,00 € (NUR online erhältlich: www.braufest-berlin.de)
(Im Preis enthalten ist ein original Rastal Craft-Beer-Glas.)

Ö F F N U N G S Z E I T E N:
Freitag 14:00 bis 23:00 Uhr – Samstag 12:00 bis 23:00 Uhr – Sonntag 12:00 bis 20:00 Uhr

Weitere Informationen zum Braufest Berlin befinden sich auf der Website:
www.braufest-berlin.de
www.facebook.com/BraufestBerlin

Quelle: Braufest Berlin / Amt für Ideen

Bildnachweis: Das Bild vom Braufest Berlin stammt von Markus Hinz

Quelle: Amt für Ideen / Braufest Berlin
Quelle: Amt für Ideen / Braufest Berlin

Neben den bisher zehn bestätigten Brauereien aus Polen, die ihr Heimatland in Berlin repräsentieren werden, haben bereits sieben weibliche Protagonistinnen der deutschen Craft Beer Szene ihre Teilnahme an der dritten Ausgabe des Braufests Berlin zwischen dem 09. und 11. September 2016 auf dem RAW Gelände in Friedrichshain bestätigt.

Polen ist Gastland 2016

Mit Polen ist in diesem Jahr das europäische Land mit der dynamischsten Craft Beer Szene zu Gast bei Berlins ältesten und größten internationalen Festival für handwerklich gebraute Biere. Die renommierte Poznan Beer Expo schickt insgesamt zehn Brauereien als Botschafter nach Berlin: BIRBANT, KINGPIN, PINTA, PROFESJA, SETKA, WIDAWA, ALEBROWAR, SZALPIW, KRAFTWERK und PRACOWNIA.

Mit im Gepäck haben sie eine große Bandbreite verschiedenster Bierstile wie beispielsweise die geräucherte Berliner Weisse oder die typische Grodziskie. Der Gründer der Poznan Beer Expo, Grzegorz Stachurski, wird den Festivalbesuchern als erfahrener Sommelier Rede und Antwort stehen und die Besonderheiten der polnischen Bierstile erklären.

Fokusthema: Die weibliche Seite von Craft

Das Braufest nutzt in diesem Jahr seine Position an der Schnittstelle zwischen Fachpublikum und Konsumenten, um die Bedeutung von Frauen für das kontinuierlich wachsende Segment der handwerklich gebrauten Biere zu beleuchten. Denn parallel zum Siegeszug von Craft Beer in Deutschland wird sichtbar, dass das lange Zeit von Männern dominierte Bierresort, wieder von stärkerer Relevanz für Frauen wird. Das könnte unter anderem auch an der Brautradition liegen. Ursprünglich war das Bierbrauen nämlich den Damen vorbehalten. Kein Mann hatte was am Sudkessel zu suchen. Und starke Frauen prägen die aktuelle Bierszene nicht nur als Konsumentinnen sondern vielmehr als Macherinnen – egal ob als Brauerinnen, Sommeliers oder Gründerinnen und Geschäftsführerinnen von Brauereien. Im Rahmen von Diskussionsrunden und Pannels wird es zum Austausch mit spannenden Protagonistinnen der deutschen Craft Szene kommen. Bisher haben u.a. folgende Teilnehmerinnen ihr Kommen zugesagt:

  • Katharina Kunz von BRLO
  • Marlies Bernreuther von der Pyras Landbrauerei
  • Doreen Gauman von der Brauerei Union Bremen
  • Christal Jane Peck von Bierlieb
  • Tiffany Herrington von der Berlin Beer Week

Um besonders die Bier Nerds und das interessierte Fachpublikum zu begeistern, werden Anfang September Vertreter der unterschiedlichen Industrien zu Gast sein, die für handwerkliches Brauen relevant sind: Hopfenhändler, Hefeexperten, Verpackungsunternehmen etc.
Weitere Informationen hierzu folgen in Kürze.

Allgemeine Informationen zum Braufest 2016

Das Braufest findet auch in diesem Jahr wieder auf dem RAW Gelände in der Revaler Straße in Berlin Friedrichshain zwischen dem 09. und 11. September statt. Drei Tages Tickets sind im Vorverkauf für 10,- € auf der Braufest Berlin Website www.braufest-berlin.de erhältlich. Der Eintritt vor Ort beträgt 5,- € pro Tag. In dem Preis enthalten ist ein original Rastal Craft Beer Glas. Freitags sind die Türen des RAW Geländes von 14:00 bis 23:00 Uhr geöffnet, am Samstag von 12:00 bis 23:00 Uhr und am Sonntag von 12:00 bis 20:00 Uhr. Bisher haben schon 36 Brauereien aus 12 Ländern ihre Teilnahme am Festival bestätigt. Um das dreitägige Programm abzurunden, werden zahlreiche Food Trucks die Besucher mit Köstlichkeiten aus aller Welt versorgen und auch der Unterhaltungsfaktor wird nicht zu kurz kommen.

Weitere Informationen zum Braufest Berlin befinden sich auf der Website:
www.braufest-berlin.de
www.facebook.com/BraufestBerlin

Quelle: Amt für Ideen / Braufest Berlin

 

Quelle: Fotolia LLC (http://de.fotolia.com)
Quelle: Fotolia LLC (http://de.fotolia.com)

Im Jahr 2015 stellten in Deutschland 1388 Brauereien rund 88 Millionen Hektoliter Bier (ohne alkoholfreies Bier) her. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zum 500. Jubiläum des Reinheitsgebots am 23. April 2016 weiter mitteilt, befand sich fast die Hälfte der Brauereien (626) in Bayern, wo auch mit rund 23 Millionen Hektoliter das meiste Bier gebraut wurde. Mit 190 Brauereien folgt Baden-Württemberg, wo rund 6 Millionen Hektoliter Bier erzeugt wurden. NordrheinWestfalen nimmt den dritten Platz bei der Zahl der Brauereien ein (125). Dort wurde mit rund 20 Millionen Hektoliter die zweithöchste Menge Bier in einem Bundesland hergestellt. Dabei werden „Alkoholfreie Biere“ in Deutschland immer beliebter.

Nachdem 2014 erstmals die Marke von fünf Millionen Hektoliter überschritten worden war, nahm der Absatz Alkoholfreier Biere 2015 erneut zu – um vier Prozent auf insgesamt 5,24 Millionen Hektoliter, vermeldet der Deutsche Brauer-Bund. Mittlerweile ist jeder 15. Liter Bier, der in Deutschland hergestellt wird, alkoholfrei.

 

Quelle: Fachjournalist Herbert Latz-Weber / www.infodienst.de

Quelle: Bier.de / BrewDog
Quelle: Bier.de / BrewDog

Weil ihnen kein Bier im gesamten vereinigten Königreich so richtig zusagte, beschlossen die Gründer der schottischen Craftbeer Brauerei BrewDog, Martin und James, im Jahr 2005 eigene Rezepte zu entwickeln. Für sämtliche ihrer 2015 Bierkreationen steht die Rezepte jetzt zur freien Nutzung in einer Download-Datei zur Verfügung. Dabei existieren keine lizenztechnischen Beschränkungen – im Sinne des Open-Source-Gedankens kann jeder das mit „DIY Dog“ betitelte Dokument herunterladen, die Biere nachbrauen oder auf deren Basis eigene Ideen entwickeln.

Mit der Veröffentlichung frischt BrewDog die Erinnerung an den Ursprung des Unternehmens wieder auf, welches sich vom Hobby-Brauen zu einem Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern entwickelt hat. Die Freigabe dessen, was viele andere Braumeister wie ihren Augapfel hüten, passt hervorragend zur punkigen Philosophie der Schotten. Möglicherweise handelt es sich aber auch einfach um den Versuch, die Aufmerksamkeit für die Brauerei zu erhöhen. In einer Crowdfunding-Aktion (von den Inhabern gerne „Punk Equity“ genannt), kann man gegen Geld Anteile an BrewDog erwerben.

Open-Source Bier ist übrigens keine Erfindung von BrewDog. Bereits im Jahre 2009 wurde in Hannover ein Fass angestochen, welches die nach quelloffenem Rezept gebraute Sorte HannoverWikiRed enthielt. Damals hatten der Braumeister Bernd Kirsch und die Wikipedianerin Nadine Stark das Bier entwickelt.

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