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Bier.de - Bierblog - Kuehner Vorstoß ins Bierregal – Drei Craftbier-Spezialitäten im Test
Bier.de - Bierblog - Kuehner Vorstoß ins Bierregal – Drei Craftbier-Spezialitäten im Test

Am Tag der Arbeit arbeitet niemand. So machten wir uns am Samstag eilig auf und versorgten uns mit fester, wie flüssiger Nahrung. Um alles Benötigte auf einen Schlag zu ergattern, setzten wir auf die weitläufigen Hallen des „roten K“. Für gewöhnlich enttäuscht uns dort die Auswahl in Sachen Bier. Viele Menschen, große Einkäufe, aber wenig Gerstensaft abseits des Industrie-Mainstreams.

Seit Samstag ist alles anders. Die Tomaten auf den Augen waren für einen Moment unachtsam und wir entdeckten das Craftbier-Regal. Neben ein paar bekannten Belgiern und Berlinern fanden wir drei optisch und namentlich vielversprechende Biere. Diese möchten wir euch gerne vorstellen.

Wer braut denn da so kuehn?

Die Biere von Kuehn Kunz Rosen werden in Mainz mit handwerklichen Methoden gebraut. Die Bestandteile „Kunz“ und „Rosen“ im Namen gehen zurück auf Kunz von der Rosen (1470-1519), seines Zeichens Hofnarr und Berater von Kaiser Maximilian I.. Bekannt wurde die schillernde Gestalt duch ihre Streiche und Aktionen. So schleuderte Kunz während eines Turniers gerne mal jemanden in einen Wassertrog oder schlich sich verkleidet ins Gefängnis, mit dem Plan, seinem Herrn zur Flucht zu verhelfen.

Diesen Wagemut nahmen sich die Brauer von Kuehn Kunz Rosen zum Vorbild. Mutig machen sie sich daran, Biere zu kreiern, die sich geschmacklich und vom Flaschendesign von der Norm abheben und Konventionen aufbrechen. Ob ihnen das gelungen ist, beurteilen wir in einem Tasting.

Das Bier.de-Tasting der Biere von Kuehn Kunz Rosen

Wir setzen kuehn die Gläser an und schildern euch unsere Eindrücke von drei Bieren aus der Brauerei. Vorab stellen wir fest, dass alle hübsch gestaltete Etiketten mit Motiven passend zum Inhalt besitzen. Uns begrüßen eine geheimnisvolle, dunkelhaarige Schönheit, ein bärtiger Hipster und eine kecke Blondine.

Kuehn Kunz Rosen Mystique IPA

Wir beginnen mit der Femme Fatale. Eine dünne Schaumkrone toppt kurzzeitig die opake, bernsteinfarbene Flüssigkeit. In der Nase explodiert eine Zitrusbombe. Dazu gesellen sich Anklänge von Nüssen, Weizen sowie ein Nuance Ananas. Das Aroma verdient ein Extralob – so fruchtig-frisch-facettenreich hat schon lange kein Bier mehr unseren Riechorgan überwältigt.

Der Antrunk offenbart zunächst prägnante Bittere. Dann geht es geradlinig die Geschmacksautobahn hinunter bis zum Finish. Körper und Abgang sind harmonisch wie ein lange ausklingender Schlussakkord, der lediglich ein kleinwenig zu früh startet.

Das Kuehn Kunz Rosen Mystique IPA ist IPA durch und durch und gehört zumindest unter denen der deutschen Craftbrewer zur Spitzenklasse. Wer im Verlauf der Abarbeitung des Schlucks noch Überraschungen erwartet, mag etwas enttäuscht sein. Wir sind es nicht im geringsten. Das Aroma ist bezaubernd und die Balance großartig.

Kuehn Kunz Rosen Kernig Hell

Die Schaumkrone ist daumendick und dicht wie der Bart des Herrn auf dem Etikett. Die honigfarbene Flüssigkeit weist eine leichte Opazität auf. Das Aroma ist in jedem Fall speziell – uns überzeugt die Mischung aus Butter, zarten Zitrusnoten und schwarzer Johannisbeere nicht ganz.

Das Kuehn Kunz Rosen Kelig Hell ist, positiv betrachtet, eine süffige Angelegenheit ist. Geschmacklich ist es ein recht farblos. Vom dem, was nicht vorhanden ist, bleibt im Abgang auch relativ wenig hängen. Erfrischend ist es in jedem Fall. Bevor wir beim Hellen lieber zur einheimischen Braukunst greifen, probieren wir es gerne noch einmal, wenn der Sommer da ist.

Kuehn Kunz Rosen Kuehnes Blondes

Nach einem tollen IPA und einem soliden Hellen nun das Strohblondchen mit der minimalen weißen Kopfbedeckung dran. Der Duft ist schon mal vielversprechend, voller süßer Versuchungen. Zu den vielfältigen Assoziationen gehören Mango, Marzipan, Mandeln und Mäusespeck.

Im Antrunk präsentiert sich das Kuehne Blonde äußerst rezent. Danach passiert leider nicht mehr viel. Das Getränk erinnert an ein Sprudelwasser mit einem Schuss Frucht. Auch hier ist die Süffigkeit gegeben, aber geschmacklich tut sich noch weniger als beim Kerlig Hell. Schade, denn der Eindruck in der Nase war verheißungsvoll.

Das Fazit von Bier.de

Kuehne Taten bewirken Gutes wie Schlechtes. Das gilt auch beim Bierbrauen. Sicherlich sind unsere Gaumen nicht das Maß aller Dinge. Aber die Eindrücke bei den Craftbieren von Kuehn kosteten das Spektrum zwischen großartig und unscheinbar komplett aus. Wir halten fest: Bei unserem nächsten Bier-Notstand greifen wir beim Mystique IPA gerne wieder zu. Denn bei diesem handelte es sich um eines der besten deutschen IPAs, die wir bisher getrunken haben.

Bier.de - Bierblog - Eine Sadt voller Bier - Bier.de auf dem Festival „La Cité de la Bière“ im Musée de la Wallonie in Lüttich
Bier.de - Bierblog - Eine Sadt voller Bier - Bier.de auf dem Festival „La Cité de la Bière“ im Musée de la Wallonie in Lüttich

Urlaub in Belgien ist für Freunde köstlichen Bieres ein Paradies. Unser Aufenthalt im idyllischen Aywaille, gelegen in der Provinz Lüttich in den Ardennen, bescherte uns ein Überangebot an Gerstensaft und viele tolle Attraktionen, wie z.B. die Grotten von Remouchamps oder den malerischen Wanderweg entlang des Bergbaches Ninglinspo.

Nach Stadt war uns daher eigentlich nicht mehr so. Eine Veranstaltung in Lüttich sprang uns jedoch sofort ins Auge. Das Festival „La Cité de la Bière“ im Musée de la Vie wallonne erschien uns eine Reise wert.

Los geht´s – Mit dem Bus von Aywaille nach Lüttich

Mit dem Bus ging es zur Mittagsstunde von der einen Endhaltestelle in Aywaille zur anderen in Lüttich. Eine einstündige Busfahrt über Land macht auch in Belgien wenig Spaß. Nachdem wir gefühlt an jeder Frittenbude gehalten hatten, trafen wir vor der Lütticher Oper ein. Erst am Musée de la Vie wallonne fiel uns auf, dass die Veranstaltung erst um 16:00 Uhr beginnt.

Wir verkürzten uns die Wartezeit bei einem weiteren Tasting. Der lokale Amerikaner verfügt über gleich zwei vegetarische Produkte im Burgergewand . Die Grundlage war geschaffen, nun auf zu wirklichem Genuss.

Angekommen in der Bierstadt

Um 16:00 Uhr ging es dann endlich los. Erster Pluspunkt: Im Eintrittspreis inklusive ist ein hübsches Probierglas mit dem Logo der Veranstaltung. Das Thema Souvenir hat sich damit schon am Eingang erledigt. Drinnen kaufen wir grüne Plastikbons zu je 1,50 €. Für einen von ihnen erhalten wir am Stand unserer Wahl eine Füllung des Glases. Auch das finden wir absolut ok.

Insgesamt sind 18 Micro-Brauereien anwesend. Die Atmosphäre ist sehr angenehm. Während im Innenhof lange Tafeln und ein Pavillon zum Verweilen einladen, befinden sich die Stände der Brasseries im Säulengang. Ein DJ sorgt mit sanften Elektro-Klängen für Untermalung. Im Rahmen der La Cité de la Bière finden auch Informationsveranstalungen zur Zythologie und Braukunst statt. Leider können wir diese erst beim nächsten Mal wahrnehmen, das diese nur am Samstag und Sonntag stattfanden.

„Une Blonde, s’il vous plaît!“ – Das Bier.de-Tasting ausgewählter Festivalteilnehmer

Wir schieben uns auf die lange Bank und probieren. Da wir nicht alles auf einmal probieren können, treffen wir eine Auswahl aus den Kandidaten, die wir a) noch nicht kennen und b) uns am verheißungsvollsten erscheinen(selbstverständlich wurden nochmals Jetons nachgekauft…). An dieser Stelle möchten wir euch gerne drei der Biere, die wir probier haben, vorstellen. Ab ans Eingemaischte!

La Botteresse Blonde

Das Beste kommt zum Anfang. Nachdem die Schaumkrone schnell disappariert, entzückt uns das honigfarbene La Botteresse Blonde mit herrlicher Süße und hopfigen Zitrusnoten im Aroma. Ein federleichter Körper mit Noten von Marzipan, Mango und Zitrone überzeugt anschließend auf ganzer Linie. Zum Abgang hin machen sich feine Butternoten bemerkbar.

Täuscht der Eindruck, weil wir so lange auf unser erstes Bier haben warten müssen, oder setzt La Botteresse neue Maßstäbe in Sachen Frische und Leichtigkeit? In Lüttich waren wir begeistert. Die Gegenprobe anhand der im Supermarkt erworbenen Flaschen steht noch aus.

Leopold 7 Classic

Das Leopold 7 Classic präsentiert sich im sattgoldenen Zwirn und duftet wie eine Mischung aus Stout und Weißbier, umgarnt von einer Note hochwertiger Spirituosen, wie z.B. Cognac. So gar nicht belgisch kommt es im Geschmack daher. Am Gaumen erinnert die Bittere eher an ein englisches Ale, geprägt von Röstaromen. Körper und Finish kommt äußerst harmonisch daher, bindet die Bittere
Nicht das, was wir erwartet hatten, aber auch nicht wirklich schlecht. Gerade deshalb findet es hier Erwähnung, da es sich unserer Meinung nach von anderen belgischen Spezialitäten im Bierbereich deutlich abhebt.

Leopold 7 Timber

Die Flüssigkeit kommt in einem wunderschönen Bernsteinton daher. Ähnlich wie beim Classic machen sich beim Leopold 7 Timber Hefenoten in der Ausprägung eines Weißbierduftes bemerkbar. Dazu gesellen sich hopfige Zitrusnoten und eine angenehme Pfeffrigkeit. Die Fasslagerung sorgt für holzige Noten im Geschmack, umspielt von Zitrone, Mango in einem gut ausbalancierten Kleid.

Eigen und cool – was für das Classic gesagt wurde, trifft auch für das Timber zu. Die Biere von Leopold besitzen das gewisse Maß an Extravaganz, die sie besonders probierenswert macht.

Das Fazit von Bier.de zum Festival „La Cité de la Bière“ im Musée de la Vie wallonne in Lüttich

Der Besuch in Lüttich hat uns mehr als nur zwei hübsche Tasting-Gläser im Schrank beschert. In angenehmer Atmosphäre überraschte uns vor allem die Vielfalt der belgischen Biere, von der manch einer vielleicht ein einseitiges, kirschsüßes Bild besitzt.

Wir trafen auf nette Menschen und Überraschungen. Was ein kleines, übersehenes „r“ doch für einen Unterschied machen kann! So wird aus dem ersehnten Baguette eine Barquette und Brot zu Pappe. Naja, Hauptsache es gibt erstklassigen Käse zum Bier!

Gerne schauen wir im nächsten Jahr wieder vorbei (dann auch mit ein wenig Lehrreichem) – dieses Mal dann mit der Bahn! Vom Spaceport Lüttich (denn so sieht der Bahnhof aus) erreicht man nicht nur unser Urlaubsnest Aywaille, sondern auch die heilige Stadt Köln auf bequeme Art und Weise. Ich fürchte, mit ausreichend Zeit werden dann noch weit mehr grüne Jetons benötigt.

Bier.de - Craftbeer.de - neuer Onlineshop – neuer Look – neuer Partner
Bier.de - Craftbeer.de - neuer Onlineshop – neuer Look – neuer Partner

Craftbeer.de – neuer Onlineshop – neuer Look – neuer Partner

Nach mehrtägiger Pause ist unser neuer Onlineshop rechtzeitig für Euren Weihnachtseinkauf live.

Eine neue Technik und ein neuer Look sollen das Einkaufserlebnis deutlich verbessern. Ein wichtiger Focus wurde dabei auf die mobile Funktionalität des Shops gelegt. Der Webshop wurde unter dem Aspekt „mobile first“ entwickelt, d.h. zuerst für den Gebrauch mit dem Smartphone – und dann erst für den Desktop-Gebrauch. Aber seht selbst!

Das Logo der Seite ist neu – mit Hirsch! Der kraftvolle Junge steht für Freiheit und Wildheit, zwei Eigenschaften, die wir mit Craftbeer unbedingt verbinden. Weg von ausgetretenen Pfaden, hin zu neuen Erfahrungen.

Auch mit der neuen Domain CRAFTBEER.DE wollen wir diesem Anspruch Rechnung tragen und den eigenständigen Charakter des Shops betonen. Natürlich bleibt die enge Verbindung zu BIER.DE bestehen, schließlich ist jedes Craftbeer auch ein Bier, wenn auch kein herkömmliches!

Aber auch sonst gibt es einiges neues zu berichten:

Versand, Inkasso und Abwicklung übernimmt ab sofort unser Partner Holy Craft Beer Store (Knepper & Kulmann GbR). Die Jungs betreiben auf der Friedrichstrasse 79 in Düsseldorf einen erfolgreichen Beer Store. Wenn ihr in der Nähe seid, schaut doch einmal rein!

Das Sortiment wächst!
Unser erklärtes Ziel ist es ein ständig wechselndes Sortiment mit mehr als 150 verschiedenen Bieren zu kreieren. Auch auf besondere Herausforderungen wie Firmen-Präsentservice oder die Spezial-Belieferung von Gastronomen freuen wir uns!

Aus Gründen des Datenschutzes konnten wir die Benutzerkonten leider NICHT portieren. Bitte legt ein neues Kundenkonto an. Es dauert nur 2 Minuten. Alle Erstbesteller erhalten bei Registrierung bis zum 31.12.2016 eine kleine Aufmerksamkeit von Holy Craft!

Übrigens, da soll nochmal jemand sagen Kölner und Düsseldorfer könnten keine bierigen Freunde sein! Jenseits von Kölsch und Alt verbindet uns die Leidenschaft für leckeres Craftbeer und
Die Freude an einer wachsenden Biervielfalt.

Klappt alles?
Sendet uns Euer Feedback, wenn irgendwas nicht passt oder gefällt. Natürlich freuen wir uns nicht nur über Kritik, sondern auch über positives Feedback!

Mail an: shop@craftbeer.de

Bierige Grüße

Dieter Kann
Biersommelier

Quelle: CraftBeerMesse Mainz auf Facebook
Quelle: CraftBeerMesse Mainz auf Facebook

Auf der 2. Mainzer CraftBeerMesse am 25. und 26. November 2016 (in der Halle 45, Mainz) bieten rund 50 Aussteller 300 verschiedene Biere zum Verkosten an. Im Messeshop können die neuen Favoriten dann direkt erworben werden. Der Messe ist der HobbyBrauerMarkt angeschlossen, dem man in jedem Fall auch einen Besuch abstatten sollte, um erfahrenen Hobbybraueren im Rahmen eines Showbrauens zuzusehen.

Quelle: Brauereifest Berlin - Markus Hinz
Quelle: Brauereifest Berlin - Markus Hinz

Vom 09. bis 11. September dreht sich auf dem Braufest Berlin wieder alles um handwerklich gebraute, internationale Biere, um ihre Macher und vor allem um die weiblichen Protagonistinnen in der Craft Beer Szene.

Folgende Brauereien sind mit ihren Bierspezialitäten auf dem diesjährigen Craft Beer Festival vertreten:

Browar Pinta (PL)
Browar Kingpin (PL)
Browar Widawa (PL)
Browar Profesja (PL)
Browar Szalpiw (PL)
Pracownia Piwa (PL)
Browar Setka (PL)
ReCraft Brewery (PL)
Browar Kraftwerk (PL)
Griembergen (BE)
Brooklyn Brewery (US, New York)
Mikkeller Brewery (DK, Copenhagen)
KühnKunzRosen(DE, Mainz)
Nordic Brewery (FI, Tampere)
Fourpure Brewing (UK, London)
Nothern Monk Brew (UK, Leeds)
Crate Brewery (UK, London)
St. Peters Brewery (UK, Bungay)
Redwell Brewing (UK)
Brouwerij het Uiltje (NL)
Jakobsland Brewers (ES, Santiago de Compostela)
Sori Brewing (FI)
Monyo Brewing (HUN, Budapest)
BRLO (DE, Berlin)
Schoppe Bräu (DE, Berlin)
Vagabund Brauerei (DE, Berlin)
Flessa Brauerei (DE, Berlin)
Stone Brewing (DE, Berlin)
Schneider Weisse G. Schneider & Sohn (DE)
Left Hand Brewing (US, Longmont)
Smuttynose Brewing (US, Hampton)
North Coast Brewing (US, Fort Bragg)
Straßenbräu Brauerei (DE, Berlin)
Two Chefs Brewing (NL, Amsterdam)
Buddelship Brauerei (DE, Hamburg)
Berliner Berg (DE, Berlin)
Pöhjala (EE)
Mondo Brewing (UK, London)
Brauhaus Bevog (AT)
Birrificio Lambrate (IT)
Victory Art Brew (RU)
Litra Brewing (MDA)

Allgemeine Informationen zum Braufest 2016
09. bis 11. September 2016
RAW Gelände, Revaler Str. 99, 10245 Berlin

E I N T R I T T
1 Tageskarte: 5,00 €
3 Tageskarte: 10,00 € (NUR online erhältlich: www.braufest-berlin.de)
(Im Preis enthalten ist ein original Rastal Craft-Beer-Glas.)

Ö F F N U N G S Z E I T E N:
Freitag 14:00 bis 23:00 Uhr – Samstag 12:00 bis 23:00 Uhr – Sonntag 12:00 bis 20:00 Uhr

Weitere Informationen zum Braufest Berlin befinden sich auf der Website:
www.braufest-berlin.de
www.facebook.com/BraufestBerlin

Quelle: Braufest Berlin / Amt für Ideen

Bildnachweis: Das Bild vom Braufest Berlin stammt von Markus Hinz

Quelle: Amt für Ideen / Braufest Berlin
Quelle: Amt für Ideen / Braufest Berlin

Neben den bisher zehn bestätigten Brauereien aus Polen, die ihr Heimatland in Berlin repräsentieren werden, haben bereits sieben weibliche Protagonistinnen der deutschen Craft Beer Szene ihre Teilnahme an der dritten Ausgabe des Braufests Berlin zwischen dem 09. und 11. September 2016 auf dem RAW Gelände in Friedrichshain bestätigt.

Polen ist Gastland 2016

Mit Polen ist in diesem Jahr das europäische Land mit der dynamischsten Craft Beer Szene zu Gast bei Berlins ältesten und größten internationalen Festival für handwerklich gebraute Biere. Die renommierte Poznan Beer Expo schickt insgesamt zehn Brauereien als Botschafter nach Berlin: BIRBANT, KINGPIN, PINTA, PROFESJA, SETKA, WIDAWA, ALEBROWAR, SZALPIW, KRAFTWERK und PRACOWNIA.

Mit im Gepäck haben sie eine große Bandbreite verschiedenster Bierstile wie beispielsweise die geräucherte Berliner Weisse oder die typische Grodziskie. Der Gründer der Poznan Beer Expo, Grzegorz Stachurski, wird den Festivalbesuchern als erfahrener Sommelier Rede und Antwort stehen und die Besonderheiten der polnischen Bierstile erklären.

Fokusthema: Die weibliche Seite von Craft

Das Braufest nutzt in diesem Jahr seine Position an der Schnittstelle zwischen Fachpublikum und Konsumenten, um die Bedeutung von Frauen für das kontinuierlich wachsende Segment der handwerklich gebrauten Biere zu beleuchten. Denn parallel zum Siegeszug von Craft Beer in Deutschland wird sichtbar, dass das lange Zeit von Männern dominierte Bierresort, wieder von stärkerer Relevanz für Frauen wird. Das könnte unter anderem auch an der Brautradition liegen. Ursprünglich war das Bierbrauen nämlich den Damen vorbehalten. Kein Mann hatte was am Sudkessel zu suchen. Und starke Frauen prägen die aktuelle Bierszene nicht nur als Konsumentinnen sondern vielmehr als Macherinnen – egal ob als Brauerinnen, Sommeliers oder Gründerinnen und Geschäftsführerinnen von Brauereien. Im Rahmen von Diskussionsrunden und Pannels wird es zum Austausch mit spannenden Protagonistinnen der deutschen Craft Szene kommen. Bisher haben u.a. folgende Teilnehmerinnen ihr Kommen zugesagt:

  • Katharina Kunz von BRLO
  • Marlies Bernreuther von der Pyras Landbrauerei
  • Doreen Gauman von der Brauerei Union Bremen
  • Christal Jane Peck von Bierlieb
  • Tiffany Herrington von der Berlin Beer Week

Um besonders die Bier Nerds und das interessierte Fachpublikum zu begeistern, werden Anfang September Vertreter der unterschiedlichen Industrien zu Gast sein, die für handwerkliches Brauen relevant sind: Hopfenhändler, Hefeexperten, Verpackungsunternehmen etc.
Weitere Informationen hierzu folgen in Kürze.

Allgemeine Informationen zum Braufest 2016

Das Braufest findet auch in diesem Jahr wieder auf dem RAW Gelände in der Revaler Straße in Berlin Friedrichshain zwischen dem 09. und 11. September statt. Drei Tages Tickets sind im Vorverkauf für 10,- € auf der Braufest Berlin Website www.braufest-berlin.de erhältlich. Der Eintritt vor Ort beträgt 5,- € pro Tag. In dem Preis enthalten ist ein original Rastal Craft Beer Glas. Freitags sind die Türen des RAW Geländes von 14:00 bis 23:00 Uhr geöffnet, am Samstag von 12:00 bis 23:00 Uhr und am Sonntag von 12:00 bis 20:00 Uhr. Bisher haben schon 36 Brauereien aus 12 Ländern ihre Teilnahme am Festival bestätigt. Um das dreitägige Programm abzurunden, werden zahlreiche Food Trucks die Besucher mit Köstlichkeiten aus aller Welt versorgen und auch der Unterhaltungsfaktor wird nicht zu kurz kommen.

Weitere Informationen zum Braufest Berlin befinden sich auf der Website:
www.braufest-berlin.de
www.facebook.com/BraufestBerlin

Quelle: Amt für Ideen / Braufest Berlin

 

Quelle: Fotolia LLC (http://de.fotolia.com)
Quelle: Fotolia LLC (http://de.fotolia.com)

Im Jahr 2015 stellten in Deutschland 1388 Brauereien rund 88 Millionen Hektoliter Bier (ohne alkoholfreies Bier) her. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zum 500. Jubiläum des Reinheitsgebots am 23. April 2016 weiter mitteilt, befand sich fast die Hälfte der Brauereien (626) in Bayern, wo auch mit rund 23 Millionen Hektoliter das meiste Bier gebraut wurde. Mit 190 Brauereien folgt Baden-Württemberg, wo rund 6 Millionen Hektoliter Bier erzeugt wurden. NordrheinWestfalen nimmt den dritten Platz bei der Zahl der Brauereien ein (125). Dort wurde mit rund 20 Millionen Hektoliter die zweithöchste Menge Bier in einem Bundesland hergestellt. Dabei werden „Alkoholfreie Biere“ in Deutschland immer beliebter.

Nachdem 2014 erstmals die Marke von fünf Millionen Hektoliter überschritten worden war, nahm der Absatz Alkoholfreier Biere 2015 erneut zu – um vier Prozent auf insgesamt 5,24 Millionen Hektoliter, vermeldet der Deutsche Brauer-Bund. Mittlerweile ist jeder 15. Liter Bier, der in Deutschland hergestellt wird, alkoholfrei.

 

Quelle: Fachjournalist Herbert Latz-Weber / www.infodienst.de

Quelle: Bier.de / BrewDog
Quelle: Bier.de / BrewDog

Weil ihnen kein Bier im gesamten vereinigten Königreich so richtig zusagte, beschlossen die Gründer der schottischen Craftbeer Brauerei BrewDog, Martin und James, im Jahr 2005 eigene Rezepte zu entwickeln. Für sämtliche ihrer 2015 Bierkreationen steht die Rezepte jetzt zur freien Nutzung in einer Download-Datei zur Verfügung. Dabei existieren keine lizenztechnischen Beschränkungen – im Sinne des Open-Source-Gedankens kann jeder das mit „DIY Dog“ betitelte Dokument herunterladen, die Biere nachbrauen oder auf deren Basis eigene Ideen entwickeln.

Mit der Veröffentlichung frischt BrewDog die Erinnerung an den Ursprung des Unternehmens wieder auf, welches sich vom Hobby-Brauen zu einem Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern entwickelt hat. Die Freigabe dessen, was viele andere Braumeister wie ihren Augapfel hüten, passt hervorragend zur punkigen Philosophie der Schotten. Möglicherweise handelt es sich aber auch einfach um den Versuch, die Aufmerksamkeit für die Brauerei zu erhöhen. In einer Crowdfunding-Aktion (von den Inhabern gerne „Punk Equity“ genannt), kann man gegen Geld Anteile an BrewDog erwerben.

Open-Source Bier ist übrigens keine Erfindung von BrewDog. Bereits im Jahre 2009 wurde in Hannover ein Fass angestochen, welches die nach quelloffenem Rezept gebraute Sorte HannoverWikiRed enthielt. Damals hatten der Braumeister Bernd Kirsch und die Wikipedianerin Nadine Stark das Bier entwickelt.

Quelle: Pixelio, by Freni, 8318
Quelle: Pixelio, by Freni, 8318

Wie heute bekannt wurde,  ist bei einer Untersuchung des Münchner Umweltinstituts festgestellt worden, dass die 14 beliebtesten Biermarken Deutschlands Spuren des Unkrautvernichters Glyphosat enthalten. Die ermittelten Werte lagen zwischen 0,46 und 29,74 Mikrogramm pro Liter. Es gibt zwar keinen gesetzlich festgelegten Glyphosat-Grenzwert für Bier, allerdings für Trinkwasser, und darauf bezogen wurde das maximale Maß um das 300-fache überschritten (bei Trinkwasser beträgt der Grenzwert 0,1 Mikrogramm).

Es wird vermutet, dass Glyphosat krebserregend ist, jedoch haben die Experten noch nicht final geklärt, ob dem wirklich so ist. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es nachvollziehbar, dass Glyphosat, welches ein zugelassener Pflanzenschutzwirkstoff ist, in Bier nachweisbar ist. Der Genuss der getesteten Biere, selbst bei denen mit den höchsten Werten (30 Mikrogramm / Liter ) bleibt laut des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) unbedenklich. Ein Erwachsener müsste aufgrund der rechnerisch resultierenden Menge der Aifnahme rund 1000 Liter Bier konsumieren, damit die Menge an Glyphosat in einen Bereich kommt, wo die Gesundheit Schaden nehmen könnte. Bis zum Mittag möchte der Deutsche Brauer-Bund eine Stellungnahme abgeben.

Quelle: Bottoms Up Beer (www.bottomsupbeer.com)
Quelle: Bottoms Up Beer (www.bottomsupbeer.com)

Eine Innovation im Bereich Zapftechnik aus den USA beschäftigt die Bierfreunde auch hierzulande bereits seit Längerem. Jetzt ist die Bottomsup-Methode nun mehr nicht nur in Deutschland angekommen, sondern wird auch angenommen. Im Unterschied zu den bisher bekannten, durch starke Schaumbildung geprägten, Zapfverfahren wird bei der Bottomsup-Methode, erfunden vom Amerikaner Josh Springer, das Trinkgefäß durch ein Ventil am Becherboden befüllt, das anschließend durch einen Magneten wieder verschlossen wird.

Das geht schneller, die Schaumentwicklung ist moderater und erleichtert es vor allem ungelernten Thekenkräften im Eventbereich, ihrer Tätigkeit deutlich schneller nachzukommen – freihändig in nur vier Sekunden! Da müssen sich die flotten Zappjungs aus Köln, Düsseldorf oder auf dem Oktoberfest richtig anstrengen, um dieses Tempo zu übetreffen.

In Deutschland vertrieben wird das auch als „Der Hachenburger Hopfomat“ bekannte BUB-Schanksystem zur Zeit von der BottomsUp-Germany GmbH (www.bottomsupbier.com). Die passenden Gläser oder mit einem Branding versehene Spezialkunststoffbecher gibt es beim renommierten Glashersteller Rastal (www.rastal.com).

Ihre Premiere erlebt die neue Technologie am 22. Januar beim Hallenfussball-Turnier des Fussballverbands Rheinland. Dafür verantwortlich zeichnet sich die die im Westerwald ansässige Hachenburger-Brauerei, die es sich damit auf die Fahne schreiben darf, als erste Brauerei weltweit das extra für dieses System entwickelte Rastal Bottoms Up Exclusivglas bei einer Veranstaltung einzusetzen.

Unser Bier-Sommelier Dieter Kann sieht abgesehen vom Geschwindigkeitsvorteil noch weitere Pluspunkte im neuen Verfahren. Bei durch unprofessionelles Zapfen veranstalteten Schaumpartys geht eine Menge Kohlensäure verloren. Die Bottomsup-Methode könnte die Frische des Bieres bewahren. Wir freuen uns schon darauf, demnächst den Vergleich zu machen!

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