Hertog Jan Tripel

Philipp Inger | Bierexperte | 11. 1. 2015

Das Tripel der Brauerei Hertog Jan ist ein echter Hingucker.
In einer kräftigen, kurzhalsigen Flasche aus Steingut mit graphisch schön verziertem Etikett, in den Farben gold, schwarz und silber gehalten. Neben den üblichen Angaben (Adresse der Brauerei, Füllmenge, Barcode etc.) findet man auch die Geschichte dieses Bieres, sofern man der niederländischen Sprache mächtig ist.
Interessante Unstimmigkeit: Auf dem Flaschenetikett ist die optimale Trinktemperatur mit 10 - 12°C angegeben, auf dem hauseigenen Internetauftritt mit 6 - 10°C.
Der Geruch von reifen Aprikosen und Birnen bestimmt die Nase. Eine deutliche Süße ist wahrnehmbar. Auf dem bernsteinfarbenen Bier steht ein grobporiger, beiger Schaum von geringer Haltbarkeit.
Zusammen mit einem weichen Mundgefühl paart sich die fruchtige Süße mit einer dezenten Hopfenbittere, welche im Verlauf von einer malzigen Süße überlagert wird.
Die fruchtigen Aprikosen- und reife Birnennoten bleiben konstant. Allerdings endet das Geschmackserlebnis recht zügig.
Das kurze Finish erleben lediglich ein süßlicher Film auf den Lippen, und leichte Hopfennoten.

In großen Teilen ein gelungenes Tripel, allerdings als Triple nicht wuchtig genug.

Bewertung

Aussehen 9 / 10 Aroma 15 / 20 Geschmack 22 / 30 Mundgefühl 8 / 10 Nachklang & Bittere 4 / 10 Gesamteindruck 14 / 20

Punkte

72 / 100