Coco d'Or

Dieter Kann | Biersommelier | 26. 9. 2014

Die Sektflasche ist edel. Die Abriss-Perforierung an der Flaschenhals-Folierung sieht man sehr selten. Finde ich sehr gut!!! Das Etikett ist zweisprachig (Deutsch und Englisch), die Schrift dadurch recht klein. Das trübt ein wenig die Freude. Beim Öffnen des Naturkorken ein ordentliches "Plopp", statt Gezerre am Korken oder einem lahmen "Blubb". Man an darf also auf etwas prickelndes gefasst sein.
Das Bier ist dunkler als erwartet, rotgold und brilliant. Reichlich feiner, heller Schaum.
Wunderbar fruchtige Duftkomponenten von reifem Obst. Anklänge von Apfel und Banane.
Eine sehr gelungene Kombination von Süße und Säure.
Spritzig am Gaumen. Den überraschend hohen Alkoholgehalt von 8,0 vol % habe ich erst auf dem Etikett beim Nachlesen gesehen. Er schlägt geschmacklich nicht durch, das Bier ist Komplex, hat trotzdem einen eher schlanker Charakter, fast ein Widerspruch in sich. Feine weinartigen Komponenten. Sehr geschmeidig am Gaumen. Die Säure gepaart mit Fruchtnoten erinnern mich ein wenig an frische, milde Ananas. Ich werde das Bier demnächst auch genau damit einmal verkosten ;-) Der ausgewiesene Saphir Hopfen liefert nur wenig Bittere. Das außerordentliche runde Gesamtbild wird dadurch jedoch nicht beeinträchtigt.
Fazit: ein spannendes Bier, das durch die Fruchtigkeit seinem Namen alle Ehre macht. Aufgrund seiner Spritzigkeit ein tolles Bier für den Sommer, aber eben nicht nur. Zu zweit darf es dann gerne noch ein zweites Fläschchen sein.

Bewertung

Aussehen 10 / 10 Aroma 20 / 20 Geschmack 29 / 30 Mundgefühl 10 / 10 Nachklang & Bittere 7 / 10 Gesamteindruck 20 / 20

Punkte

96 / 100