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| Politik & Gesellschaft aktuelle Themen des Tages |

21.11.2006, 15:00
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Bierkenner
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Registriert seit: 08.06.2006
Ort: Kölle
Beiträge: 98
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Aktuell: Amoklauf
Zitat:
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Der bewaffnete Ex-Schüler hatte am Montag aus Rache seine frühere Realschule überfallen, fünf Menschen angeschossen und sich selbst getötet. Insgesamt wurden 37 Menschen verletzt.
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Jetzt wird wieder viel diskutiert - hier ein paar Schlagzeilen:
[B]Bei Counterstrike ist Teamfähigkeit gefragt
Lehrerverband warnt vor Amoklauf
Unendlich öffentlich - unendlich anonym (Thema Internet)
Experten fordern Frühwarnsystem
Täter jobbte im Baumarkt und blieb dabei unauffällig
Ich spiele Killerspiele und das ist gut so
[/B]
Ich denke zu diesem Thema gibt es viel zu sagen...
Mich erschreckt es in erster Linie sehr, dass sich solche Vorfälle scheinbar häufen. Auch das jemand offen über seine Rachegelüste berichten kann und niemand etwas bemerkt!
Aber ein [B]Verbot für Spiel[/B] wie Counterstrike???????
Ich bin mir nicht sicher, ob das sinnvoll wäre!
Auch die Hilflosigkeit bei Lehrern und Eltern ist schockierend - der Umgang mit gewaltbereiten Jugendlichen überfordert doch die meisten!!!!
Naja... vielleicht habt ihr auch ein paar Gedanken dazu...ich zumindest bin mal wieder schockiert!
(Besonders kurz nach der Meldung, dass ein Jugendlicher in der JVA zu Tode gequält wurde!!!!!)
__________________
[B]BIER.DE FAN[/B]

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21.11.2006, 15:22
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Der Typ war ein Looser und das kommt nicht vom CS spielen. Wieso wissen die Eltern eines 18 jährigen nicht, dass der in der Garage mit Sprengstoff spielt. Woher hat er die Waffen? Die Eltern scheinen nicht viel über das Leben ihres Sohnes gewusst zu haben. Und die Schule? Die miterziehen soll? haha! Die Lehrer kriegen doch nix mit und wenn ist es ihnen Scheissegal. Würden sie ihre Schüler kennen und sich für sie interessieren, fühlten sich nicht soviele verloren. Was war den mit dem letzten Amokläufer (irgendwo im osten) Der keinen Abschluss hatte und deshalb durchgedreht ist? Jeder weiss, dass man ohne Abschluss eine Null bleibt, wenn man dann nicht aufgefangen wird wundert mich gar nichts mehr.
Das fängt doch schon bei Prügeleien auf dem Schulhof an, die dann mit Handy gefilmt werden (oder schlimmerem) Das ist doch ein Witz! Wo ist die Aufsichtspflicht? Man wird gezwungen sein Kind da abzugeben, aber keiner kann aufpassen?
Du kriegst gesagt du bist draussen - betteln nützt nix - keine Chance mehr und fertig. Viel Spass beim Arbeitsamt. Deine Eltern wissen von nix, da die Schule ja Eltern von 18 jährigen gar nicht informiert - und dann?
Schule ist doof!
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21.11.2006, 15:37
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Schule schuld !
Hallo zusammen,
meiner Meinung nach sind vor allem die Schulen - und dort
sind die Lehrer die Hauptverantwortlichen, wenn soetwas wie
Emsdetten oder Erfurt passiert.
Die Schüler erhalten - vor allem dann, wenn Sie vermeindliche "Versager" sind - keinerlei Hilfe.
Im Gegenteil: Schüler ist miserabel - Schüler wird gefeuert oder mit einem beschissenen Zeugnis entlassen.
Fertig - Ende raus. Der nächste Jahrgang bitte. Ach schon 13.20 - Feierbend. Bis morgen.
Kein oder ein miserabler Abschluss = keine Zukunft.
Und einige wenige verkraften das nicht und ticken aus.
Gerade diejenigen, die die Hilfe und Aufmerksamkeit am nötigsten brauchen, erhalten keine.
Natürlich sind nicht alle Lehrer so. Bestimmt nicht.
Sonst würden solche schrecklichen Ereignisse, bei denen
es immer nur Unschuldige trifft vermutlich täglich stattfinden.
Leider habe ich während meiner Schullaufbahn eine Reihe von
pädagogischen Ignoranten und Vollidioten kennengelernt, die ich bis heute abgrundtief HASSE. Dabei geht es nicht um Strenge,
sondern um eiskalte Ignoranz und soziale Inkompetenz.
Ich habe aber auch solche kennengelernt, die sich um ihre Schüler gekümmert haben - das ist dann Wohl der Unterschied zwichen Beruf und Berufung!
Lehrer sollten - bevor Sie auf Lebenszeit (Beamte) auf
die Menschheit losgelassen werden - einen psychologischen
Test machen. Die meisten sind ja selbst dem Alltag nicht
gewachsen. Wie sollen Sie da den Hilfebedarf bei Jugendlichen
korrekt beurteilen können?
Irgendwelche Computerspiele zu verbieten ist in meinen Augen
völliger Nonsens. Ein Computerspiel erhöht die Frustrationsgrad primär dann, wenn es kein "Erfolgserlebnis" gibt. Irgendwelche
Charaktere abzuschlachen kann durchaus ein Erfolgserlebnis sein.
Wenn vielleicht nicht gerade pietätvoll, so kann soetwas auch zum Agressionsabbau beitragen.
Auch ein "Frühwarnsystem" klingt lächerlich. Wollen die alle verhaltensauffälligen Kandidaten ab dem 7.ten Schuljahr beobachten? Viel Spass bei den Hauptschulen in Hamburg-Harburg oder Berlin-Kreuzberg.
Einstweilen - mein Beileid für die Opfer
und mein Unverständis für die Lehrer !!!
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30.11.2006, 10:04
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Bierkenner
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Registriert seit: 28.06.2006
Ort: Leipzig
Beiträge: 63
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Das Hauptproblem ist ja die Klassenstärke in den meisten Schulen. Bei 30 Schülern kann sich kein Lehrer jedem einzelnen widmen, zu Mal er ja meist in 10 bis 12 Klassen unterrichtet. Wenn dann den Eltern das Leben ihres Nachwuchses egal ist, weil sie vielleicht mit sich selbst ein Haufen Probleme haben, ist dem sozialen Verfall des Kindes Tür und Tor geöffnet.
Deshalb halte ich eine Neustrukturierung des Bildungssystems nach nordeuropäischem Muster für absolut wünschenswert in Deutschland. Kleinere Klassen, individuellere Betreuung, Hilfestellung bei Sorgen gerade in Zeiten der Pubertät.
Von einem Verbot der Ballerspiele halte ich nix, schließlich sind Verbote dazu da, umgangen zu werden und dies wird dann auch passieren.
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30.11.2006, 13:12
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Bierkenner
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Registriert seit: 08.06.2006
Ort: Kölle
Beiträge: 98
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Heute habe ich dazu gelesen:
Zitat:
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Berlin - Nach dem Amoklauf von Emsdetten haben Experten statt eines Verbots von Killerspielen Qualitätssiegel für pädagogisch wertvolle PC-Spiele gefordert. Einheitliche Prädikate sollten als Empfehlung und Orientierungshilfe für Eltern dienen.
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Also ich denke, dass die Eltern, die vorher nicht hingesehen haben ob die Spiele ihrer Kinder voller Gewalt sind, werden auch jetzt nicht nachsehen, ob etwas "empfohlen" wird!!!!!
Naja...und nochmal zu dem ganzen Thema...
Ich glaube nicht, dass man pauschal sagen kann "Schule ist schuld" oder "Eltern sind schuld"... ich denke da kommt vieles zusammen und auf mehreren Seiten werden Fehler gemacht.
Es gibt viele Eltern, die sich nicht für ihre Kinder interessieren und sie "laufen lassen" und es gibt auch genügend Lehrer, die einfach überfordert sind! Und nirgendwo werden die Jugendlichen/schüler wirklich aufgefangen, wenn sie Probleme haben!
Sehr schwierig...
Aber Tatsache ist, dass die Gewaltbereitschaft ständig zunimmt...und das schon in jungen Jahren.
__________________
[B]BIER.DE FAN[/B]

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15.12.2006, 00:23
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Hätte man bei dem Amokläufer nicht Killerspiele sondern z.B.
Hevey Metal-Musik oder oder z.B. Bier oder Zigaretten gefunden, dann wären die schuld gewesen....
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23.12.2006, 17:13
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Mal nur so zum nachdenken, für alle, die jetzt wieder auf die Schule schimpfen:
Ich denke, es ist Konsens, dass sich Eltern auch in den Schulen einbringen dürfen und auch sollen. Aus bald acht Jahren Schulalltag kann ich sagen, dass meistens, wenns drum geht, dass Eltern dies tun sollen ganz gewaltig Schicht im Schacht ist. So sollen Eltern in den dementsprechenden Gremien (z.B. Schulkonferenz...) vertreten sein und dort auch mitbestimmen (z.B. Handyverbot an Schulen, Rauchen etc.). Doch wenn es an die Wahl der Klasseneltervertreter geht schauen die Eltern schneller betreten auf den Tisch als ihre Kinder... Keiner meldet sich, Schweigen im Walde...Wer will schon nach Feierabend...habe so viel zu tun...Verstehe ich ja alles, es sind im übrigen ja auch nur die Eltern da, die wenigstens ein begrenztes Interese am Mitgestalten haben. Nochmal: ich verstehe Eltern, oftmals beide berufstätig, die Abends zu platt/zu bequem zu sowas sind ! Aber dann seid auch so ehrlich zu sagen, dass das Elternengagement an Schulen höchst bescheiden ist und die meisten nur ihre Ruhe haben wollen -solange es (für ihr eigenes Kind) einigermaßen läuft. Ich habe auch schon Elternabende erlebt, wo die erste Frage war: "Gehen Sie mit unseren Kindern denn auch ins Schullandheim ?" Da opfere ich meine Wochenenden auch, mein außerschulisches Engagement wird vorausgesetzt! Und in der nächsten Minute: "Wer würde sich denn bereit erklären die Elternsprecherschaft zu übernehmen?" Schweigen !!! s.o.! Da kommt mir auf gut Deutsch das Kotzen !!!
Schulen sollen AIDS Aufklärung machen, Toleranz beibringen, gegen Rechtsradikalismus ankämpfen, vor Sekten schützen...(diese Liste liesse sich bel. fortsetzen) und dabei wird immer so feierlich bekundet: "hier müssen alle an einem Strang ziehen..." In der Realität sich das jedoch so aus, dass nur die Lehrer ziehen und wenn der Strang reisst auch noch selbst daran schuld sind ! Das wollte ich nur mal zu bedenken geben, ich bin nach wie vor sehr gerne Lehrer, ob ich ein guter bin (siehe die Beiträge oben), müssen andere beurteilen und dürfen sie im übrigen auch.
Geändert von hybris17 (24.12.2006 um 10:54 Uhr)
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16.01.2007, 19:41
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Bierschaumschlürfer
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Registriert seit: 08.01.2007
Ort: Hessen
Beiträge: 13
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Es waren weder die Schule noch die Computerspiele.
Ich bin selber in dem Alter des Täters. Ich kann das wohl am besten beurteilen. Sicherlich sind Misserfolge in der Schule deprimierend, aber viel schlimmer ist die Perspektivlosigkeit, die insebosondere Hauptschüler spüren. Aber auch das keinen Amoklauf auslösen. Die Schuld liegt bei den Schülern, die ihn gemobbt haben und an den Lehrern, die das nicht bemerkt haben oder darauf nicht reagiert haben. Eine Revision der Bildungspolitik ist genauso unnötig wie ein gesetzeswidriges und undemokratischen Verbot von best. Medien. Es werden besser ausgebildete Pädagogen benötigt und die Bildung muss bundesweit vereinheitlicht werden. Außerdem muss eine der obersten Prioritäten sein, den Jugendlichen wieder Ausbildungsmöglichkeiten bieten. Trotzdem würde ein Restrisiko bleiben. Man muss halt jeden Tag damit rechnen einem Verrückten über den Weg zu laufen. Dass kann kein Gesetz ändern.
Geändert von RobCla2555 (16.01.2007 um 19:45 Uhr)
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28.03.2007, 18:02
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Bierschaumschlürfer
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Registriert seit: 01.03.2007
Beiträge: 9
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Ich finde es falsch solche Taten auf "Killerspiele" wie Counterstrike zu schieben. Es muss ja wohl eine gestörte Psyche vorhanden sein um solch Taten zu begehen- aber wie gewohnt sucht man ja immer nen Schuldigen. Ich finde nur wenn "Killerspiele" verboten werden sollen dann müssten Autorennspiele ebenfalls verboten werden. Diese ins besondere die Need for Speed Reihe verlockt doch in meiner Sicht jeden zweiten Jugendlichen zum Rasen. Und wobei sterben jetzt im Jahr mehr Jugendliche in Deutschland ??? Durch einen Amoklauf oder durch Autounfälle.??? Das ist meine Ansicht.
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29.03.2007, 08:59
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Bierschaumschlürfer
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Registriert seit: 25.01.2007
Ort: Mannheim
Beiträge: 24
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Komisch ist nur, dass keiner dieser Täter KEINE Killerspiele gespielt hat.
Für mich ist die Sache ganz klar. Alles Abschaum!!
RP
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