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| Gästebuch Hier dürfen sich unsere Gäste auslassen |

11.03.2009, 15:07
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Aufschrei Hopfenextrakt
Ich fasse es nicht! Auf immer mehr Flaschen steht jetzt Hopfenextrakt mit als Inhaltsstoff drauf.
Auf Flensburgerflaschen sehe ich schon gar kein Hopfen mehr!!! Das ist doch nicht das Reinheitsgebot! Was verstehen die Brauereien denn mittlerweile unter Brauprozess und Braukultur???
Wir haben in 7 Jahren die 500 Jahresfeier des ältesten Lebensmittelgesetzes der Welt. Was wird dann verkauft? Pulverbier zum selber aufgießen?
Da muss man was gegen unternehmen!
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11.03.2009, 21:23
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Biertrinker
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Registriert seit: 29.04.2008
Ort: Erfurt
Beiträge: 43
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Da bin ich absolut nicht deiner Meinung. Im Endeffekt ist in Hopfenextrakt nichts anderes als in Naturhopfen. Ebenso sind dort weder Konservierungsstoffe oder irgendwelche nicht natürlichen Stoffe da dieses sonst nicht dem Reinheitsgebot entsprechen würde. Es macht nur die Logistik einfacher und billiger und gewährleistet auf sicherem Wege eine gleichbleibende Qualität ausgehend von der Bittere.
Und mit dem ältesten muß ich dir auch widersprechen, denn das Weißenseer Reinheitsgebot feiert dieses Jahr 575 Jahre und ist das älteste bekannte städtische Reinheitsgebot.
Geändert von Diamantenhagel (11.03.2009 um 21:28 Uhr)
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12.03.2009, 10:31
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Bierschaumschlürfer
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Registriert seit: 12.02.2009
Ort: Chiemgau
Beiträge: 22
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Hopfenextrakt nein Danke !!!!!!!!!
Es gibt 3 Arten sein Bier zu Hopfen . 1. Mit Hopfen, 2. Mit Hopfenauszügen (Gepresster Hopfensporn in Palettsform) 3. Hopfenextrakt (Sirupartiker Extrakt aus Hopfenauszügen).
Alle 3 Arten sind in der Brauwirtschaft erlaubt und tangieren nicht das bayerische Reinheitsgebot von 1516.
Der Grund warum Hopfenextrakt verwendet wird, liegt in der günstigen Lieferung, wenn man bedenkt, dass Pro Hektoliter Bier 150 bis 200 Gramm Hopfen benötigt werden.
Ich persönlich finde, dass ein Hopfenextrakt in einem hochwertigem Bier nichts verloren hat. Denn wer sein Bier liebt und zu 100% hinter seinem Produkt steht und für wem der Profit nicht an oberster Stelle steht, verwendet kein Hopfenextrakt.
Vergleichen kann man das am besten mit Tee ! Ich kann mir einen Kamillentee aus frischen Kamillenblüten zubereiten. Genauso kann ich mir beim Discounter ein günstiges No-name Instand Produkt kaufen. In beiden Fällen handelt es sich eindeutig im Kamillentee.
Wenn man jedoch bedenkt, dass Hopfenextrakt-Biere nicht wesentlich günstiger sind, als reine Hopfenbiere, fühle ich mich als Verbraucher doch ein wenig verarscht.
Auf der anderen Seite muss man sagen, dass die Deutsche Brauwirtschaft lediglich den Gesetzen der Marktwirtschaft folgt. So interessieren sich fast 100% aller Verbraucher nicht, ob sie ein Bier mit Extrakt trinken oder nicht !.
Ich persönlich finde, dass Hopfenextrakt in billig Biere gehört. Nicht aber in hochwertige Markenbiere.
Ich trinke jedenfalls kein Bier mit Hopfenextrakt.
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12.03.2009, 20:15
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@Diamantenhagel
Ja, Hopfenextrakt ist ein natürlicher Rohstoff. Was mich aber daran stört ist eine sehr deutliche marktwirtschaftliche Strategie in einem edlen Produkt. Es geht hier um Brautradition. Braukunst ist ein Handwerk. Darin steckt letztendlich Liebe zum Detail und natürlich auch zu den Rohstoffen.
Ich will einfach nicht verstehen warum ein Produkt welches aus zwei Rohstoffen besteht - von Wasser und "Lufthefe" einmal abgesehen - noch unter ökonomischen Gesichtpunkten verbessert werden muß! Bier ist unser Kulturgut!
Da hat Rednaxela schon Recht, wenn er den Kamillentee als Vergleich hinzu zieht.
Wir freuen uns alle auf ein frisch Gezapftes Abends. Oder sich auf das Sofa setzend, eine schöne Flasche aufmachen, eingießen, oder wie meine Oma direkt in die Kehle. Wie auch immer wir unser Bier erleben, ein wertefreies Instantprodukt stellt sich dabei wohl keiner vor.
PS.: Man, da könnte ich mich jetzt echt lange drüber auslassen. Nun denn. Prost!
Geändert von Durstlöscher (12.03.2009 um 20:26 Uhr)
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12.03.2009, 23:17
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Biertrinker
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Registriert seit: 29.04.2008
Ort: Erfurt
Beiträge: 43
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Also ich persönlich verwende auch keinen Hopfenextrakt bei meinen Bieren aber für mich ist das absolut unrelevant. Wie schon erwähnt ist Hopfenextrakt genauso ein Naturprodukt und ob ich es nun als Pellets, Naturhopfen oder Extrakt gebe ergibt im Resultat genau das Gleiche. Was mich als Braumeister freut, ist das sich einige Leute doch noch etwas mehr damit beschäftigen was ihnen die Kehle hinunter läuft, aber im Endeffekt ist es egal, da 90% der Deutschen sowieso Etiketten-Trinker sind bzw nach Preis kaufen und nicht nach Geschmack, soviel zum Kulturgut. Und ich verwette ein Fass Bier darauf das auch ihr, selbst wenn euch der Hopfenextrakt stört, bei einer Blindverkostung keinen Unterschied feststellt welches Bier mit Naturhopfen bzw Pellets oder mit Extrakt gemacht wurden ist. Auch die Brauereien unterliegen nun mal dem Wandel der Zeit und müßen Kosteneffizent arbeiten, so sind wir wieder beim Thema Kulturgut welches die wenigsten Deutschen zu schätzen wissen, denn ich glaube die wenigsten wären bereit 50 Cent mehr für einen halben Liter zu bezahlen nur weil Naturhopfen verwendet wurden ist.
Aber auch schön das ihr das Thema mit Brautradition, Flasche Bier auf dem Sofa etc aufgreift. Dann sollte es euch eigentlich ja auch stören das Bier aus marktwirtschaftlichen Gründen filtriert und teilweise auch stabilisiert wird.
Ich glaube über dieses Thema könnte man Stunden diskutieren ohne auf einen Nenner zu kommen, ist halt eine Einstellungssache. Also ich toleriere eure Einstellung kann sie aber definitiv nicht teilen.
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17.03.2009, 12:58
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Bierschaumschlürfer
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Registriert seit: 12.02.2009
Ort: Chiemgau
Beiträge: 22
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Hallo Diamantenhagel,
du schreibst, die Brauer verwenden Hopfenextrakt um wettbewerbsfähig zu bleiben. Da muss ich dir leider widersprechen. Fakt ist dass es noch einige Brauereien mit "Hopfenbieren" gibt, die moderate Preise haben. Beispiel: Augustiner oder aber auch die Schneider-Weisse ! (Beer World Cup Sieger !!)
Auch kenne ich eine gewisse Brauerei aus Pfeffenhausen, die ihr Weißbier für 7,99 Euro !!!! pro Kiste verkauft und keinen Extrakt verwendet.
Klar ist die Verwendung von Hopfenextrakt kompatibel mit dem bayerischen Reinheitsgebot.
Gebote sind immer eine Sache der Auslegung. Ich habe halt Angst, dass sich dieser Trend fortsetzt.
Begonnen hat er ja bereits mit der Verwendung des Hopfenextraktes. Was kommt als nächstes ?? Was ist mit Malz ? Vielleicht fällt irgend jemand bald ein, dass für die Vergärung lediglich Kohlehydrate bzw. Sacharose verantwortlich ist, und es daher keinen unterschied mehr macht, ob ich Malz = Sacharose oder Raffinade-Zucker verwende ? Lesen wir dann bald auf unserem Bieretiketten
Zutaten: Wasser, Raffinadezucker, Bitterstoff E206, Bitterstoff E306, Bitterstoff E445, Geschmacksverstärcker: Glutamat, Aspartam. Vorsicht, dieses Produkt kann bei übermäßigen Genuß
abführend wirken.
Plörr- Brauerei - Unsinnigendorf gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516 , ergänzt 2011.
Oh Graus
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17.03.2009, 14:41
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Biertrinker
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Registriert seit: 29.04.2008
Ort: Erfurt
Beiträge: 43
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Alles Auslegungssache. Augustiner hat ja z.B. eine Art Monopolstellung (falsch ausgedrückt), eine Art Eigenstellung. Augustiner hat eine Stellung erreicht wo man ohne notwendige Werbung trotzdem die Verkaufszahlen erreicht, billig ist es auch nicht, das Etikett ist alles andere als neu und aufwendig, das sind Punkte an denen maßig Geld zu sparen ist, was natürlich eine Verwendung von Naturhopfen zulässt.
Weizenbier ist bekanntlich auch mild gehopft, also weniger Hopfengabe wie z.B. beim Pils.
Mit der Zugabe von Raffinadezucker E(schieß mich Tod) etc. hast du wohl sarkastisch etwas übertrieben. Auf so etwas wird es nie hinauslaufen. Die Zusammensetzung der Zucker ist wichtig für eine gute Gärung und einen abgerundeten Geschmack, das macht ein Zucker alleine nicht. Und solche Zugaben sind definitiv nicht konform mit dem Reinheitsgebot. Siehe den jahrelangen Rechtsstreit um den Neuzeller Schwarzen Abt.
Aber statt sich Sorgen zu machen ob Hopfen oder Hopfenextrakt würde ich mir lieber Sorgen machen um die neuen Gebindearten angefangen bei PET-Flaschen bis hin zu beerinbox von Carbotek. Das sind ebenfalls wirtschaftliche Faktoren und das sind Punkte die meiner Meinung nach gegen das Bier und gegen deren Tradition sprechen.
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17.03.2009, 15:47
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Bierschaumschlürfer
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Registriert seit: 12.02.2009
Ort: Chiemgau
Beiträge: 22
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Hi Diamantenhagel,
naja über Hopfen oder Extrakt können wir glaub ich bis zum St. Nimmerleinstag diskutieren. Augustiner hat serwohl ein teueres Hochglanzetikett ( Edelstoff ). Die Marke trägt sich deshalb, weil (nicht nur in München) bekannt ist, dass es das einzige Münchner Bier ist, das man trinken kann.
Aber du hast recht, Bier in PET Flaschen oder ähnlicher Unfug ist eine Schande fürs Bier. Trotzdem muss ich hier auch noch ein bisschen sticheln und dir sagen, dass das Aldi-Bier zwar in PET-Flaschen abgepackt ist, jedoch keinen Hopfenextrakt enthält, sondern mit Hopfen gebraut wird.
Ich persönlich sehe den Trend dahingehend dass 1. Bier für die breite Masse gebraut wird. D.h. wenige sehr große Brauereien, die mit billigsten Ein-oder Mehrweggefäßen mit ihrem Massenprodukten den Markt überschwemmen werden.
2. Viele ganz kleine Brauereien, die sich Ihre "Edelbiere" auch dementsprechend bezahlen lassen werden.
Gruß Alex
PS. Bei welcher Brauerei bist du eigentlich Brauer ??
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17.03.2009, 19:25
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Biertrinker
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Registriert seit: 29.04.2008
Ort: Erfurt
Beiträge: 43
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Genau in diese Richtung geht auch der Trend, ähnlich dem in Nordamerika. Nur leider sind die Deutschen bis jetzt noch nicht alle wirklich bereit mehr Geld zu zahlen für Bier von den ganz kleinen Brauereien, weil die Exklusivität noch nicht ganz erkannt wurden ist.
Ich bin Braumeister und Inhaber der Ratsbrauerei Weißensee, hatte ich schon mal kurz erwähnt als es oben um das Reinheitsgebot ging.
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05.07.2009, 23:38
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Hopfenextrakt
Seit es Hopfenextrakt in diversen Biersorten gibt, bekomme ich komische Symptome. Trinke nur noch Bier ohne Hopfenextrakt. So eine Sauerei!
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