Zitat:
Zitat von paulchen-kdf
Ihr würdet teilweise sehr erstaunt sein ,welche renommierte Brauerein auch hinter Biligbier stehen!
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Ja, da ist mehr dran als man glaubt!
Es gibt allerdings viele Gründe, warum ein Bier billig bzw. preiswert ist. Mir fallen da gleich 2-3 ein ...
... tatsächlich billigste Rohstoffe, einfachste und schnellste Brauverfahren, sehr niedrige Qualitätsparameter, niedrige Löhne, keine oder wening Werbung => Herstellung kostet nicht viel, so bleibt trotz niedrigem Verkaufspreis noch genügend Gewinn für den Unternehmer
... eine Biermarke hinter der keine Brauerei mehr steht (weil irgendwann aufgekauft und dicht gemacht), wird nicht mehr beworben und ist dann irgendwann auch nur noch über den niedrigen Preis zu verkaufen => muss aber deswegen nicht unbedingt ein schlechtes Bier sein (oft gleiche Qualität wie A-Produkte, siehe Überkapazitäten)
... den vorherigen Gedanken weitergedacht: Überkapazitäten => Im Laufe der Jahre hatten viele Brauereien durch Ausstossrückgang irgendwann Überkapazitäten. Sofern Geld oder besser gesagt, Kreditwürdigkeit da war, wurde eben der kleinere "Nachbar" gekauft und nach ein paar Jahren dicht gemacht und der eigene Negativtrend beim Ausstoss damit etwas verlangsamt. Die Marke des ehemaligen "Nachbarn" gibt's natürlich immer noch (als B-Marke im Portfolio). Oftmals das gleiche Bier wie die A-Marke, aber billiger. Dieser scheinbare Unterschied muss aber sein um den Preis bzw. die Gewinnspanne beim A-Produkt hochzuhalten und um das Image der A-Marke nicht negativ zu beeinflussen.
... und ähnlich verhält es sich meist bei den sogenannten Handesmarken (also Biere, die heute von der und morgen von einer anderen Brauerei gebraut werden, allerdings unter gleichem Namen). Der gleiche Name ist wichtig, weil meist "Eigenmarke" eines Discounters. Und der lässt eben von der Brauerei brauen, die den besten Preis macht. Für manche bedeutet ein solcher Auftrag eine bessere Auslastung, für andere die Verdrängung des Mitbewerbers. Oder einfach nur um beim Discounter einen Fuss in die Tür zu bekommen.
Lange her ... eine sehr bekannte Brauerei bot ihre B-Marke (Plastik oder Dose, weiss nicht mehr) beim Discounter an und versuchte durch die gleich daneben platzierte A-Marke (Glas, hochwertige Ausstattung) ein bisschen vom deren sehr gutem Image auf die jetzt nicht mehr ganz so billige B-Marke "abfärben" zu lassen (durch die bewusste Bekanntmachung, dass B-Marke in der renommierten Brauerei hergestellt wird). Ergebnis war, das das schlechte Image der B-Marke schlecht blieb und das gute der A-Marke Schaden nahm.
Wie heisst es doch so oft ... (leicht abgewandelt

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... aus einem guten Rohstoff ein schlechtes Produkt zu machen - das kann jeder
... aber aus einem minderwertigen Rohstoff trotzdem noch ein gutes zu machen - das ist (Brau-)Kunst
Gruss, Trev.
