jugendlicher Alkoholmissbrauch
Das Problem ist nicht allein auf den Alkoholkonsum zu beschränken. Rückblickend mit über vierzig Jahren Lebenserfahrung kann ich sagen, das Alkohol auch zu meiner Jugendzeit seinen Reiz auf uns ausgeübt hat. Eine Flasche Lambrusco oder ein Träger Bier zu kaufen viel nicht ´schwer mit 16 Jahren, die Jüngeren haben mitgetrunken.
Dann haben wir uns heimlich verdrückt und zu acht an einer Flasche Lambrusco oder einem Conti (10er Träger) Bier gütlich getan.
Zwei Unterschiede zu Heute treten hervor; zum einen ist die Menge des konsumierten Alkohols gestiegen - auch durch die Art der Getränke - zum Anderen wird mangels jeglichem Unrechtsbewusstseins nicht mehr heimlich getrunken.
Bis vor zwei Jahren hatte ich in meiner alten Heimat mit Jugendgruppen zu tun. Wenn man völlig Vorurteilsfrei an seine Arbeit geht lässt sich dennoch nicht leugnen, das eine gewisse Art der Verrohung bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu beobachten ist.
Vor zehn Jahren begnügten Jugentliche sich mit Bier und Wein um ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol zu machen. Missbrauchsfälle und ihre Folgen sind dabei kaum beobachtet worden.
Vor Kurzem diskutierte eine fünfzehnjährige Hauptschulabsolventin mit Migrationshintergrund nachts um zwölf mit mir über die Qualität russischen Vodkas. Stolz berichtete sie mir, wie sie mit zwölf (!) bereits den Unterschied echten russischen Vodkas zu dem "billigen Aldifusel" zu schätzen wusste. Zu ihrem Bedauern konnte sie mir von ihrem "wertvollen Wässerchen" jedoch nichts mehr anbieten, die Flasche war bereits alle. Auf den angebotenen Martine verzichtete ich.
Die Saufgelage finden nicht mehr im Verborgenen statt sondern bewusst in der öffentlichkeit. Jede Jugendkultur sucht ihre speziellen Wege der Rebellion.
Mir wird Angst und Bange wenn ich daran denke, das die heranwachsende Generation irgendwann zu fleißigen Rentenbeitragszahlern heranreifen soll. Gesetze zum Schutz der Jugend liegen ausreichend vor, nur mangelt es an der Durchsetzung.
Mit bangem Hoffen,
Geert
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