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Bier in der Antike
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Bier in der Antike
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Die ältesten nachweisbaren Überlieferungen für die Bierherstellung datieren aus dem 4. Jahrtausend vor Christi Geburt aus dem Lande der Sumerer das Land der Sumerer, auch Zweistromland genannt, lag zwischen Euphrat und Tigris. Durch einen Zufall wohl entdeckten die Sumerer, oder sogar deren Vorfahren, ganz genau weiß das heute niemand mehr, den Gärungsprozess.

Wie sich das Ganze zugetragen hat, ist ungewiss. Es könnte sein, dass man einem kranken Menschen das Schlucken erleichtern wollte und ein Stück Brot in einem Krug Wasser eingeweicht hat. Der Krug wurde ein paar Tage schlicht vergessen und nach kurzer Zeit, begann das Brot zu gären. Es entstand ein "berauschender" Brei, den unser kranker Patient eingeflößt bekam. Da der arme Mann aufgrund mangelnder Erfahrung nicht besonders trinkfest war, dürfte die Wirkung ihn ziemlich umgehauen haben.

Nach schneller Genesung, machte er sich ans Werk dieses „Gebräu“ nachzuahmen – zu rein medizinischen Zwecken, versteht sich. Schnell machte das Rezept die Runde und somit brauten die Sumerer als vermutlich erstes Kulturvolk dieser Erde Bier. Sie hatten ein wirklich "göttliches Getränk" entdeckt.

Die Sumerer schienen recht kluge Leute gewesen zu sein, den sie entwickelten neben dem Bier auch so belanglose Dinge wie die Schrift. Ein Grundstein für die Entstehung von Literatur (natürlich über Bier). Und tatsächlich finden wir im Gilgameschepos - der im 3. Jahrtausend vor Christus niedergeschrieben wurde, dass zur damaligen Zeit sowohl Brot als auch Bier von großer Bedeutung waren. Dieses Epos gilt als eines der ersten echten Großwerke der Literatur. Mündliche Überlieferungen aus den Anfängen der Menschheitsgeschichte wurden erstmals schriftlich niedergelegt. Das Gilgameschepos beschreibt die Entwicklung eines in der Steppe lebenden und Gras fressenden Urmenschen zum "kultivierten Menschen".

Dieser Urmensch namens Enkidu will seine Kräfte mit dem gottähnlichen Herrscher Gilgamesch messen. Gilgamesch schickt Enkidu, um mehr über dessen Stärken und Schwächen zu erfahren, vorsichtshalber eine Frau, mit der sich Enkidu eine Woche lang vergnügt.

Die Frau lehrt Enkidu die Zivilisation:

(..)nicht wusste Enkidu, was Brot war und wie man es zu Essen pflegt. Auch Bier hat er noch nicht gelernt trinken. Da öffnete die Frau Ihren Mund und sprach zu Enkidu: "Iss nun das Brot, o Enkidu, denn das gehört zum Leben, trink auch vom Bier, wie es ist des Landes Brauch. (...)

Enkidu trank sieben Becher Bier (!!!) und ihm wurde leicht ums Herz. In dieser Verfassung wusch er sich und wurde so ein Mensch.

Im . Jahrtausend vor Christus zerfällt das sumerische Reich und die Babylonier treten auf den Plan. Sie werden das herrschende Kulturvolk im Zweistromland. Ihre Kultur baute auf der sumerischen auf, also beherrschten auch sie auch das Bierbrauen. Es ist uns heute bekannt, dass die Babylonier es bereits verstanden 20 verschiedene Biersorten zu brauen. Davon sollen 8 aus reinem Emmer (antike Getreidesorte), weitere 8 aus reiner Gerste und 4 aus einem Getreidegemisch gebraut worden sein. Das Bier jener Zeit war trüb und ungefiltert. Man benutzte einen Vorläufer des Strohhalms, ein dünnes Röhrchen, um nicht die Rückstände der Bierzubereitung in den Mund zu bekommen, da diese recht bitter waren. Lagerbier wurde sogar bis in das 1000 km entfernte Ägypten exportiert.

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