Bakterien Aufgrund der Tatsache, dass unvergorenes Bier warm und süß ist, ist es die ideale Spielwiese für alle Arten von Bakterien. Nichtsdestotrotz – keine der Bakterien, die sich im Bier ansiedeln können, sind auch nur annähernd so gefährlich wie die allseits bekannten Salmonellen. Die Bakterien im Bier sind nichts anderes als unmotivierte und gelangweilte Quälgeister, die gerade nichts Besseres zu tun haben als den Biergeschmack zu beeinflussen. Diese Bakterien werden Ihnen keinen Schaden zufügen (so brauchen Sie also nicht Ihr Selbstgebrautes dem Abfluss zu überlassen, bevor es überhaupt eine Flasche zu Gesicht bekommen hat, – was Sie wohl eher um den Verstand bringen dürfte, als die Bakterien). Aus diesem Grund müssen Sie Ihr Bier auch nicht in einem Operationssaal brauen, sondern ein gesundes Maß an Reinlichkeit ist ausreichend.
Die Hauptgärung Ist die richtige Temperatur erreicht, können Sie das aktuelle Gefäß auch als Gärbottich benutzen. Allerdings sollten Sie noch 2 Liter für den entstehenden Schaum einplanen. Gegebenenfalls müssen Sie die Würze in ein absolut steriles Behältnis umfüllen. Fügen Sie der Würze nun die Hefe hinzu und verrühren Sie diese. Der Topf muss nun sofort abgedeckt, jedoch nicht luftdicht verschlossen werden, da beim Gären Gase entstehen. Der Topf muss nun ca. eine Woche bei den bereits oben angesprochenen Temperaturen gelagert werden. Wiederum empfiehlt sich die obergärige Hefe, die sich unproblematisch lagern lässt. Die Hauptgärung ist abgeschlossen, wenn der entstandene Schaum in sich zusammengefallen ist, und sich die Hefe am Boden des Gefäßes abgesetzt hat. Wer ganz sicher gehen will, kann auch mit der Bierspindel nachmessen: Sie sollte einen Wert von 4.5 - 5% anzeigen. Liegen die Werte über diesen, sollte man die Hauptgärung entsprechend verlängern. Das Jungbier ist nun fertig und kann zur Nachgärung in Flaschen abgefüllt werden (siehe hier).
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