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Geschmack: Laß es auf der Zunge...
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Geschmack: Laß es auf der Zunge...
Quelle: Bier.de
Jetzt sind wir am spannendsten Teil angekommen – dem Geschmack. Unsere Zunge hat für jede Geschmacksrichtung bestimmte Zonen (süß, sauer, bitter und salzig). Umspülen Sie Ihre Zunge ein wenig, sodass jede Ecke etwas abbekommt. Nur so sind Sie in der Lage die volle Bandbreite Ihrer Geschmacksnerven auszureizen. Aber man kann auch übertreiben – vermeiden Sie Gurgelgeräusche. Lauthals gurgelnde Weinkenner sind schon des Guten schon zu viel.

Versuchen Sie zu unterscheiden zwischen dem ersten Geschmackseindruck, der entsteht, wenn das Bier Ihre Zungenspitze berührt und dem Hauptgeschmack oder wahren Geschmack, der unter Zuhilfenahme aller Zungenpartitionen geschmeckt werden kann. Gutes Bier ist komplex. Sie werden eine Bandbreite verschiedener Geschmacksnuancen entdecken – sogar in einem einzigen Bier.

Anschließend kommt der Abgang – der Eindruck, den das Bier beim gemächlichen Vorbeimarsch im Rachenraum hinterlässt und sich mit dem auf der Zunge verbleibenden Nachgeschmack zum Finish vereint.

Wie das Aroma stammt der Geschmack aus Malz, Hopfen und Gärung – in einem guten Bier in ausgewogenem Verhältnis.


Ex und hopp Ein beliebter Volkssport, vor allem bei jüngerem Publikum, ist das Spielchen Ex und hopp. Man prostet sich mit benannten Worten zu und führt das Glas in einer möglichst schnellen Bewegung zum Lippenrand, neigt Kopf und Glas zügig nach hinten, während man sämtliche Schleusen Richtung Magen öffnet. Die Devise ist nicht Schlucken, sondern herunterlaufen lassen. Manchmal sogar an Kinn und Kleidung. Wer zuerst das Glas geleert hat, knallt es lautstark auf die Theke (oder wirft die leer Dose über die Schulter). Der Verlierer, der Letzte also, bezahlt die Runde. Das hat mit Biergenuss ziemlich wenig zu tun und noch weniger mit Trinkkultur, also keine geeignete Methode um Bier zu probieren.

Wundervolle Welt des Malzgeschmacks

Jetzt wird probiert. Und das geht nach der Devise: Am Anfang war das Malz.

Der erste Eindruck, den Sie beim Biertesten erhalten, spiegelt die Süße des Malzes wider. Je nach Art des verwendeten Malzes oder Umfang des Einsatzes von Spezialmalz kann ein Bier rauchig, geröstet, nussig, würzig, kaffeeartig, karamellartig, schokoladig oder einfach süffig schmecken.

Einen sauren Geschmack zu entdecken, ist recht selten, meist ein Hinweis auf einen Fehler bei der Herstellung (relativ unwahrscheinlich bei deutschen Bieren) oder Lagerung. In einigen wenigen Fällen, z.B. bei der Berliner Weisse (ohne Schuss) oder dem belgischen Geuze ist ein säuerlicher Geschmack unbedingt beabsichtigt und erwünscht.

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