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Köln
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Die Muttermilch des Kölners wurde schon früh beworben.
Die Muttermilch des Kölners wurde schon früh beworben.

Willkommen in Köln, der romanischen Stadt am Rhein. Berühmt geworden durch den Dom, die romanischen Kirchen, den Karneval, seine Einwohnern und das Kölsch, das hier Nationalgetränk ist.

Köln ist ein wahrer Schmelztiegel an Kulturen und Sprachen. Kölsch, die Heimatsprache der Kölner, bedient sich zum Beispiel auch des Französischen, so wurde aus dem mocca faux (falscher Kaffee) der Muckefuck, oder aus dem fils de noel (uneheliches Kind) das Fisternöll. Wie bei allen deutschen Mundarten, brauchen die Zugereisten (oder Imis, wie diese in Köln genannt werden) eine gewisse Zeit, um den durchaus lebhaft geführten Diskussionen der Einheimischen zu folgen.

Weit über die Stadtgrenzen hinaus ist auch der kölsche Klüngel bekannt geworden. Die Vorgehensweise der Kölner bei Problemlösungen mag für den Außenstehenden nicht immer schlüssig sein, hat aber für die Kenner der Materie immer Hand und Fuß – frei nach dem Motto: Eine Hand wäscht die andere wird in Köln stets gemauschelt und getratscht.

Köln selbst ist übrigens zum größten Teil katholisch und gehört gleichzeitig zu der ältesten und reichsten Diözese weltweit. Der Dom ist nur ein Zeugnis des rheinischen Glaubens, die uralten romanischen Kirchen sind für Historiker genauso wertvoll wie der Dom selbst, dessen Bau übrigens erst am Ende des letzten Jahrhunderts abgeschlossen worden ist.

Kölner Braugeschichte
Kölsch kann auf eine über tausendjährige Geschichte zurück blicken, und zwar eine schriftlich belegte Geschichte. Eine Besonderheit, die seinesgleichen sucht! Das Kölsch gehört zu Köln wie der Dom zum Stadtbild. Es dürfte wohl klar sein, dass wir der rheinischen Spezialität einen besonderen Stellenwert in diesem Kapitel einräumen (der Umstand, dass die Autoren in Köln geboren wurden, spielt hierbei ganz bestimmt keine Rolle).

Bis in die alemannische Zeit war es üblich, dass die Bürger und Bauern ihr Bier für den eigenen Verzehr selber brauten. Erstmals schriftlich erwähnt wurde das Bier in der Stiftungsurkunde das Klosters Gerresheim, die auf der Kölner Synode im Jahr 873 bestätigt wurde. Aus der Urkunde geht hervor, dass ein Teil der kirchlichen Einkünfte für die Beschaffung eines besseren Bieres ausgegeben werden sollten, auch Kölner Brauereien wurden in diesem Schriftstück erwähnt. Die Mönche waren wohl nicht sonderlich zufrieden mit dem bisher ausgeschenkten Bier. Der durchschnittliche Kölner würde jetzt übrigens anbringen, dass die Mönche mit Sicherheit Düsseldorfer Bier bezogen. Eine These, die wir aber entkräften können – Düsseldorf existierte zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

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