Bockbier
Das »Ainpockische Bier« oder besser gesagt, das Bockbier ist die Spezialität Einbecks. Zurückblickend auf eine Jahrhunderte alte Geschichte verdanken wir letztendlich die Namengebung den Bayern – auch wenn sie es gerne trinken, so waren es letztendlich nicht sie, die diesen Braustil berühmt machten. Noch heute ist Bockbier ein beliebtes Getränk in Bayern, das zum Beispiel beim Münchner Starkbierfest genossen werden kann.
Bockbier ist – wie man wohl leicht vermuten kann – ein untergäriges Starkbier. Es ist malzig und etwas süß. Ausgeschenkt wird es zumeist vom Herbst bis in das Frühjahr. Natürlich gibt es inzwischen alle möglichen und unmöglichen Arten von Bockbieren. Der Doppelbock zeichnet sich zum Beispiel durch einen hohen Alkoholgehalt aus. Die meisten Weihnachtsbiere sind übrigens auch Bockbiere.
Bockbiere müssen stark sein, in Deutschland gilt für sie ein Mindeststammwürzegehalt von 16 %, Pils besitzt im Vergleich hierzu 12 %.
Eine Besonderheit gibt es übrigens noch über die Bockbiere zu erzählen: Mit der Zeit kamen – vor allem in Bayern – besonders starke Bockbiere auf den Markt, die allesamt auf den Namen –ator endeten, so zum Beispiel der Salvator Doppelbock, das Maximator, das Optimator oder sogar der Triumphator. Diese starken Bockbiere, die auch Doppelbock genannt werden, müssen übrigens einen Stammwürzegehalt von 18 % vorweisen – sie sind also nicht wirklich doppelt so stark, wie ein Bockbier.
Eine ganz besondere Delikatesse wird übrigens von Reichelbräu in Kulmbach vertrieben – der Eisbock. Er wird nach dem so genannten Ice-Rifing-Verfahren hergestellt (das Bier wird gefroren, und da Wasser vor Alkohol gefriert, kann es dem Bier entzogen werden, und man erreicht somit einen höheren Alkoholgehalt).
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