Der Graf von Berg nützte seine neu gewonnenen Freiheiten und verlieh am 14. August 1288 die Stadtrechte an Düsseldorf – und so gibt diese bedeutende Stadt am Rhein noch heute Zeugnis über den Sieg des Grafen von Berg ab.
Altbier Alt ist die Düsseldorfer Spezialität, die auch weit über die Stadtgrenze hinaus bekannt geworden ist. Am besten schmeckt es natürlich in einer der Düsseldorfer Hausbrauereien, die allesamt in der Altstadt gefunden werden können. In manchen von diesen kann man sogar einen Blick auf den Braukessel werfen, während man sich gerade mit einer Schweinshaxe vergnügt. Überhaupt scheint es in Düsseldorf zwei Bierwelten zu geben: Denn während auf der einen Seite das Altbier handwerklich gefertigt wird, wird es auf der anderen Seite industriell hergestellt. Drei Hausbrauereien brauen das benötigte Bier noch in der Altstadt selbst, eine nicht weit davon entfernt. Die Brauerei Gatzweiler zum Beispiel fährt zweigleisig. Zum einen bietet sie in ihrer Hausbrauerei »Zum Schlüssel« das Original Schlüssel Altbier an, das nur in dieser Brauerei gebraut wird, zum anderen produziert sie die Premiummarke Gatz in einer modernen Braustätte. Alt ist kupferfarben, herb und obergärig. Es besitzt einen milden Geschmack mit einem teils stark ausgeprägten Hopfencharakter. Der Stammwürzegehalt liegt, wie bei Pils, bei 12 %. Während, wie für obergärige Biere üblich, die Gärung bei höheren Temperaturen (etwa 18 bis 22° C) erfolgt, findet die Reifung bei einer Temperatur zwischen 0 und 8° C statt. Das Reifen dauert zwischen drei und acht Wochen und das fertige Bier weist einen Alkoholgehalt um die 4,5 % auf. Die Düsseldorfer Altstadt 260 Kneipen auf einem Quadratkilometer, wer kann da noch mithalten? Und das Tolle ist – die Düsseldorfer haben es geschafft, dass »die längste Theke der Welt« genügend Abwechslung bietet. Museen von Weltrang, wie zum Beispiel die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, können hier ebenso gefunden werden, wie Kleinode barocker Baukunst. So wurde zum Beispiel der Burgplatz als einer der schönsten deutschen Plätze der Nachkriegszeit prämiert. Aber auch das alte Rathaus kann hier gefunden werden und vor ihm grüßt, hoch zu Roß, der Kurfürst Jan Wellem die Besucher.
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